Amphibien

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Amphibien (lat. Amphibia; von griech. ἀμφίβιος amphíbios „doppellebig“, aus ἀμφί amphí „auf beiden Seiten“ und βίος bíos „Leben“) sind wechselwarme Landwirbeltiere, die sich nur abhängig vom Wasser fortpflanzen können. Viele Amphibienarten verbringen ihr Larvenstadium mit Kiemenatmung im Wasser und gehen erst nach einer Metamorphose zum Landleben mit Lungenatmung über, bleiben aber auch dann meist von Süßwasser-Gewässern abhängig.

Da nicht alle von den ersten Knochenfisch abstammenden Tiere in diese Gruppe fallen, werden heute die Lurche (Lissamphibia) als phylogenetisch ursprünglicheres Taxon angesehen.

In der lemurischen Zeit, kurz vor der Mondentrennung hatte auch der Mensch eine amphibienartige Gestalt.

„Es hat sich der Mensch also so gebildet, daß er auf jeder Stufe seines Daseins gewisse Tierformen zurückließ, über die er nach und nach hinausschritt.

Und als der Mond sich zu entfernen anfing, war der Mensch so weit, daß er zwar die untere Hälfte, die niedere Natur schon physisch ausgebildet hatte, die obere Natur aber in sich ganz bildungsfähig war. Dann haben wir gesehen, wie vom Monde aus eingreift das, was wir in der Wirkung des Mondlichts in der Gestalt kennengelernt haben, welche die Ägypter Osiris genannt haben, was durch die verschiedene Gestaltung des Mondes einwirken kann auf den Menschen, und wie da eingegliedert wird vom Monde aus das, was das wichtigste Gebilde des Oberleibes ist, die Nerven, die die Veranlasser des heutigen Oberleibes sind. Die Nerven, die vom Rückenmark ausgehen, die bildeten den Oberleib aus. Da kommt durch jene Töne, die Osiris-Apollo auf der Menschenleier spielt, zunächst des Menschen Mitte, die Hüftenmitte zur Ausbildung. Alles das, was hat stehenbleiben müssen auf diesem Punkte, über den da der Mensch hinaus schritt, das ist stehengeblieben in der Weiterentwickelung bei der Amphibienform.

Solange der Mond mit der Erde verbunden war, hat er die Entwickelung des Menschen mehr oder weniger herabgetrieben. Die Form der Fische stand mit der Sonne noch in einem Zusammenhang, daher kommen die heutigen Empfindungen des gesunden Menschen den Fischen gegenüber. Bedenken wir, welche Freude es dem Mensehen machen kann, wenn er einen schönen, glänzenden Fischleib, wenn er schöne, leuchtende Wassertiere sieht, wie ihn diese Formen erfreuen können, und denken wir daran, wie der Mensch ein Gefühl von Antipathie empfindet, wenn er das sieht, was zwar höher steht als die Fische, was als Amphibium, als Frosch, Kröte, Schlange kriecht und sich herumwindet. Zwar sind die heutigen Amphibien ganz in die Dekadenz gekommene Formen der damaligen Zeit, aber solche Formen hatte der Mensch einmal in seiner unteren Leiblichkeit. Solange der Mensch nur seine untere Leiblichkeit hatte, bis zur Hüfte, war er nur eine Art Lindwurm, erst später bildete er vom Oberleib aus, als dieser sich fest herausformte, das menschliche Untere um. Wir können sagen: die Fischgestalt gibt wieder die Form, auf deren Höhe der Mensch stand durch jene Kräfte, die er noch bekam, als die Sonne noch mit der Erde vereint war; bis dahin, als die Sonne herausging, stand der Mensch auf der Höhe der Fische.“ (Lit.:GA 106, S. 97f)

„Die Zeit, in welcher der Mensch es bis zur Amphibiumform gebracht hatte, als der Mond noch in der Erde war, das ist die Zeit der Schande, des Verderbens in der Entwickelung der Menschheit. Wäre der Mond damals nicht hinausgegangen aus der Erde, dann wäre das Menschengeschlecht einem grauenhaften Schicksale verfallen, dann wäre es immer mehr in die Form des Greulichen, Bösen gefallen.“ (S. 99)

Die Gnome, die Elementarwesen des festen Erdelements, hassen eigentlich das Irdische und laufen ständig Gefahr, die Gestalt der Amphibien anzunehmen. Aus dieser Antipathie heraus gewinnen sie die Kraft, die Pflanzen aus der Erde zu treiben. Sie bilden die hellwache Ergänzung zu den niederen Tieren, die nur dumpfes Bewusstsein haben. Die Amphibien und Reptilien sind gleichsam das Gedärm der Erde; die Gnomen sind ihre Ergänzung nach oben hin, nach der Kopfseite. Die Reptilien und Amphibien haben einen stark abgeschlossenen Ätherleib, leben aber sehr stark mit allem mit, was durch die äußere Astralwelt der Erde bestimmt wird, namentlich das Wettergeschehen.

"Sehen Sie, wir haben da das ganze Heer der niederen, gegenwärtig niederen Tiere, jener Tiere, welche sozusagen nur aus einer weichen Masse bestehen, im flüssigen Elemente sich betätigen, im flüssigen Elemente leben, die kein irgendwie geartetes Skelett haben, also nichts, was ihnen eine innerliche Stütze gibt. Es sind Wesenheiten, die zu den spätest entstandenen der Erde gehören, Wesenheiten, die eigentlich jetzt erst unter der schon entwickelten Erde das ausführen, was das älteste Erden wesen, der Mensch, in bezug auf seine Kopfstruktur während der alten Saturnzeit ausgeführt hat. Dadurch kommen diese Wesenheiten nicht dahin, jene Verhärtungen m sich zu bilden, die zur Skelettstütze werden können.

Nun sind die Gnomen diejenigen Wesen, die gewissermaßen äußerlich in der Welt auf geistige Art das ergänzen, was dieser ganz niederen Tierwelt bis herauf zu Amphibien und Fischen selber, die ja nur Andeutungen des Skelettes haben - besonders die Fische -, fehlt, so daß gewissermaßen diese niedere Tierstufe ein Ganzes erst dadurch wird, daß es Gnomen gibt.

Und weil schon einmal die Beziehungen der Wesen in der Welt sehr verschieden sind, so spielt eben zwischen diesen niederen Wesen und den Gnomen etwas, was ich gestern als die Antipathie charakterisiert habe. Die Gnomen wollen nicht so werden wie diese niederen Wesen. Sie wollen sich immerdar behüten, die Gestalt dieser niederen Wesen anzunehmen. Diese Gnomen sind, wie ich Ihnen beschrieben habe, außerordentlich kluge, intelligente Wesen. Mit der Wahrnehmung haben sie schon die Intelligenz gegeben; sie sind wirklich in allem das Gegenbild der niederen Tierwelt. Und während sie die Bedeutung für das Pflanzenwachstum haben, das ich gestern charakterisiert habe, bilden sie für die niedere Tierwelt wirklich eine Ergänzung. Sie schaffen sozusagen das hinzu zu der niederen Tierwelt, was diese niedere Tierwelt nicht hat. Diese niedere Tierwelt hat ein dumpfes Bewußtsein; sie, die Gnomen, haben ein hellstes Bewußtsein. Diese niedere Tierwelt hat kein Knochenskelett, keine Knochenstütze; diese Gnomen binden zusammen, möchte ich sagen, alles, was an Schwerkraft vorhanden ist, und formen sich aus der flüchtigen, unsichtbaren Schwerkraft ihren Körper, der übrigens fortwährend in Gefahr ist zu zerfallen, seine Substanz zu verlieren. Die Gnomen müssen sich sozusagen immer wieder und wieder aus der Schwere schaffen, weil sie immerdar in der Gefahr stehen, ihre Substanz zu verlieren. Dadurch sind diese Gnomen, um ihre eigene Existenz zu retten, fortwährend aufmerksam auf das, was um sie herum vor sich geht. Es gibt für die Erdenbeobachtung keine aufmerksameren Wesen als solch einen Gnom. Der paßt auf alles auf, weil er alles kennen muß, alles auffassen muß, um sein Leben zu retten. Er muß immer wachen; wenn er schläfrig würde, wie die Menschen oftmals schläfrig sind, würde er sogleich an seiner Schläfrigkeit sterben.

Es gibt ein deutsches Sprichwort, das eigentlich, aus sehr alter Zeit stammend, sehr gut ausdrückt diese Eigenschaft der Gnomen, immer aufmerksam sein zu müssen. Man sagt: Gib acht wie ein Wichtelmann. - Und Wichtelmänner sind eben die Gnomen. Also wenn man jemanden zur Aufmerksamkeit mahnen will, dann sagt man ihm: Gib acht wie ein Gnom. - Der ist wirklich ein aufmerksames Wesen. Könnte man als Musterbeispiel in eine Schulklasse so in die erste Bank, daß alle es sehen, einen Gnomen setzen, dann würde der ein vorzügliches Wesen für die Nachahmung aller Schüler in der Klasse sein.

Außer dieser Eigenschaft haben die Gnomen noch die andere, daß sie von einem schier unbesieglichen Freiheitstriebe erfüllt sind. Sie kümmern sich sozusagen wenig umeinander und geben sich mit ihrer Aufmerksamkeit eigentlich nur der anderen Welt, der Welt der Umgebung hin. Ein Gnom interessiert den anderen wenig. Aber alles, was sonst in dieser Welt, in der sie leben, um sie herum ist, das interessiert sie besonders." (Lit.: GA 230, S. 128f)

Siehe auch

Literatur

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