Aufbaukräfte

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Die Aufbaukräfte und Aufbauprozesse, die den physischen Leib und den Ätherleib des Menschen regenerieren wirken vornehmlich in der Nacht bzw. im Schlaf, wenn Ich und Astralleib aus dem Ätherleib und dem physischen Leib im oberen Körperbereich herausgehoben sind.

„Physischer Leib und Ätherleib bauen auf; Astralleib und Ich-Organisation bauen ab.“ (Lit.:GA 314, S. 305)

Den Abbauprozessen haben wir unser Bewusstsein und insbesondere das im Denken aufleuchtende Ich-Bewusstsein zu verdanken. Es ist der Geist in uns, der den Körper zerstört und dem Tod entgegenführt, um uns das Selbstbewusstsein zu geben.

„Den Geist erkennen, das heißt für den, der nicht einfach, ich möchte sagen, daraufloserkennt, sondern der in richtiger Weise Selbstschau entwickelt: Sehen, Schauen, fortwährende Abbauprozesse, fortwährende Zerstörungsprozesse im menschlichen Organismus. So wie wir, wenn wir in das kindlich schaffende Zeitalter hineinsehen, fortwährende Aufbauprozesse sehen, Aufbauprozesse, die aber ein Eigentümliches haben, die uns eigentlich das Bewußtsein trüben. Deshalb träumen wir, schlafen wir halb im Kindheitszeitalter, deshalb ist das Bewußtsein nicht voll erwacht. Diese unsere eigene irdische Geistigkeit, nämlich die bewußte Geistigkeit zurückdrängende Wachstumstätigkeit, ist dasjenige, was uns eigentlich durchorganisiert, und in dem Momente, wo diese Kraft ins Bewußtsein hereindringt, hört sie auf, uns in demselben Maße durchzuorganisieren, wie sie uns vorher durchorganisiert hat. Ebenso, wie man da zuschaut, indem man ins Kindheitsalter hineinblickt, den aufbauenden Kräften, aber bewußtseinslähmenden Kräften, so schaut man zu, indem man den entwickelten Denkprozessen schauend sich hingibt, Abbauprozessen, die aber dazu geeignet sind, als Abbauprozesse gerade unser Bewußtsein hell und klar zu machen.

Das ist dasjenige, was die moderne physiologische Wissenschaft allzuwenig berücksichtigt, obwohl sie es eigentlich in ihren Erscheinungen so offenkundig daliegen hat, wie man nur irgend etwas daliegen haben kann. Nehmen Sie sich die wirklichen Erscheinungen der modernen Physiologie einmal heran, und Sie werden sehen, nichts kann klarer belegt werden aus all dem, was man kennt über Gehirnphysiologie und dergleichen, also daß man es bei den eigentlich seelisch-geistigen Prozessen, die bewußt verlaufen, nicht zu tun hat mit irgendwelchen Wachstumskräften, mit irgendwelchen Kräften der Nahrungsaufnahme, sondern daß man es zu tun hat mit Ausscheidungsprozessen, durch das Nervensystem mit Abbauprozessen, daß man es zu tun hat mit einem fortwährenden langsamen Ersterben. Es ist der Tod, der in uns wirkt, indem wir uns hingeben an dasjenige, was geistig eigentlich in unserem Bewußtsein wirkt. Und ebenso, wie wir durch die unbewußt schaffenden Kräfte auf den Lebensanfang blicken, so blicken wir durch die bewußt vorstellenden Kräfte, dadurch, daß sie als zerstörende Kräfte sich uns enthüllen, als dasjenige sich enthüllen, was immer mehr und mehr anfängt, indem wir ins irdische Leben hereinwachsen, uns zu ergreifen, uns abzubauen und uns zuletzt dem irdischen Tode entgegen zuführen; wir sehen eben durch diese Kräfte zu dem anderen Ende des Lebens, nach dem Tode hin.“ (Lit.:GA 314, S. 29f)

„Wir Menschen haben in uns in physischer Beziehung ein aufsteigendes Leben und auch ein absteigendes Leben. Diese, ich möchte sagen zweifache Strömung unseres Lebens wird in der Regel nicht genügend berücksichtigt. Alles aufsteigende Leben besteht darinnen, daß wir Wachstumskräfte entfalten und diejenigen Kräfte entfalten, welche die aufgenommenen Nahrungsstoffe nach allen, auch den feinsten Organisationsgliedern unseres Organismus treiben. Nun, neben diesen Vorgängen, die durchaus aufbauende sind, gehen andere vor sich, die abbauende sind, so daß wir fortwährend Abbauprozesse in uns haben - auch das ist etwas, was eben nur durch die Geisteswissenschaft festgestellt werden kann, was die gewöhnliche materialistische Physiologie noch nicht zur Genüge heute kennt. Nun hängen mit den organischen Aufbauprozessen zusammen alle diejenigen Erscheinungen, die unser Bewußtsein herabdämpfen, die uns in ganzen oder partiellen Schlaf versetzen. Mit den Abbauprozessen in unserem Organismus gehen nun parallel die Prozesse unserer Gedanken, und alle übrigen seelischen Prozesse wie instinktive Wahrnehmungen, Triebwahrnehmungen, die uns immer eigentlich in herabgestimmten Bewußtseinszustand versetzen, sind verbunden mit den organisch aufsteigenden Prozessen; mit den Abbauprozessen hängt das eigentliche Denkleben zusammen. Dieses Denkleben ist schon bei jedem einzelnen Menschen so, daß es sich unabhängig entwickelt vom Organismus, es muß nur gerade ein Abbauprozeß, das heißt ein Dissoziationsprozeß im Gehirn vor sich gehen, wenn das Denken in uns Platz greifen soll.“ (Lit.:GA 255b, S. 335f)

Ein noch wesentlich differenzierteres Bild des Wechselspiels der abbauenden und aufbauenden Kräfte hat Rudolf Steiner in dem am 11. Februar 1923 in Dornach gehaltenen Vortrag «Der unsichtbare Mensch in uns» (Lit.:GA 221, S. 75ff) gezeichnet - darauf soll aber an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden.

„Was tun wir denn als Menschen, wenn wir wachen? Im Grunde ist all unsere Seelentätigkeit, alles das, was wir entfalten in unserer Vorstellungswelt, in unserer Empfindungs- und Gefühlswelt, in den auf- und abwogenden Leidenschaften, kurz alles das, was in diesem Wogen und Kräften unseres Astralleibes und unseres Ichs stattfindet, ein fortwährendes Verbrauchen unseres physischen Leibes während des Tageslebens. Das ist eine uralte okkulte Wahrheit, eine Wahrheit, zu der heute selbst die landläufige Physiologie schon kommt, wenn sie nur ihre Ergebnisse einigermaßen richtig deutet. Das, was die Seele entfaltet als unser Innenleben, das verbraucht im wachen Zustande fortwährend die Kräfte des äußeren physischen Leibes, der seine erste Entwickelungsanlage erhalten hat während des alten Saturnzustandes. Ganz anders ist das Leben dieses physischen Leibes während des Schlafzustandes, wenn der Astralleib mit dem Auf- und Abwogen des Innenlebens heraußen ist. Ebenso wie das tagwachende Leben ein fortwährendes Verbrauchen, man könnte sagen, Zerstören der Kräfte des physischen Leibes ist, so ist das Schlafleben ein fortwährendes Wiederherstellen, ein Regenerieren, ein Aufbauen. So daß wir an unserem physischen Leib und unserem Ätherleib unterscheiden müssen zerstörende Vorgänge und aufbauende Vorgänge: Zerstörungsvorgänge, die sich vollziehen während des tagwachen Lebens, und aufbauende Vorgänge, die sich während des Schlaflebens vollziehen.“ (Lit.:GA 122, S. 100)

Im tagwachen Zustand zerstören die Ich-Kräfte den physischen Leib:

„So wird in der Tat jedesmal, wenn Lichtwirkung auf Ihr Auge ausgeübt wird, etwas in Ihrem physischen Leib trübe, es wird Materie zerstört in Ihrer Konstitution. Während wir wachen, vom Aufwachen bis zum Einschlafen, zerstören wir immer, wenn auch nur in ganz feiner Weise, unsere physische Materie durch unsere Ich-Tätigkeit. Deshalb müssen wir durch den Schlaf dies wieder ausgleichen. Da stellt die physische Materie sich wiederum so her, wie wir sie brauchen. Es ist immer Aufbau und Abbau. Schlafende Tätigkeit bedeutet Aufbau der physischen Materie, namentlich ihrer Konstitution; wachende Tätigkeit, Ich-Tätigkeit bedeutet Abbau. Und so haben Sie einen Zyklus: Aufbau - Abbau, Aufbau - Abbau. Wir können sagen, daß wir eigentlich fortwährend von unserer Ich-Tätigkeit aufgezehrt, verzehrt werden, und uns im Schlafe wiederherstellen müssen.“ (Lit.:GA 169, S. 85)

Anders ist die abbauende Wirkung des Astralleibs, denn dieser verzehrt im Lauf des ganzen Lebens den Ätherleib, bis schließlich der Tod eintritt:

„So wie das Ich und der physische Leib Aufbau und Abbau bringen in ihren Verhältnissen, so ist eine ähnliche Wechselwirkung zwischen dem astralischen Leib und dem ätherischen Leib. Nur daß der Aufbau, insofern er aus dem astralischen Leibe stammt, früher abgeschlossen ist im Leben, und der Abbau früher beginnt. Denn dasjenige, was unser astralischer Leib abbaut in unserem Ätherleib, hängt im wesentlichen zusammen mit unserem Schwächerwerden im Verlauf des Lebens und, wenn wir ganz schwach geworden sind, mit unserem Sterben. Der astralische Leib in bezug auf den Ätherleib hängt im wesentlichen mit dem Tode zusammen. Wir können sterben dadurch, daß unser astralischer Leib nach und nach die Kräfte des ätherischen Leibes aufzehrt, und der ätherische Leib wiederum den physischen Leib aufzehrt. So daß wir gewissermaßen auch zwischen dem ätherischen Leib und dem astralischen Leib im Leben ein Aufbauen und wieder Abbauen, wenn auch nicht in so schneller Aufeinanderfolge, so doch in einem gewissen Rhythmus, zu beobachten haben. Nun beobachten wir: Wenn wir uns zu stark anstrengen in unserer Ich-Tätigkeit, so schadet uns das. Das ist leicht begreiflich aus dem Grunde, weil ja die Ich-Tätigkeit ein Abbauen ist. Bauen wir zu viel ab, so schwächen wir unseren Organismus in einer sehr sichtbaren Weise. Dieses Schwächen des Organismus in der sehr sichtbaren Weise durch die Ich-Tätigkeit ist es ja, was äußerlich sehr leicht auffällt. Aber es kann auch eine Schwächung eintreten des ätherischen Leibes durch den astralischen Leib. Da ja der astralische Leib gewissermaßen der Verzehrer des ätherischen Leibes ist, wie wir gerade gesehen haben, so kann da eine Art Verzehrung über das Maß hinaus eintreten. Die gewöhnlichste Erscheinung dieser Art ist ja dann vorhanden, wenn wir so leben, daß unser astralischer Leib, der Träger der Leidenschaften, der Träger der Affekte, zu stark in Anspruch genommen wird. Sie wissen, das gibt dauernde Schwächungen des Menschen. Diese Schwächungen treten ein eben durch das Verzehren des ätherischen Leibes durch den astralischen Leib.“ (Lit.:GA 169, S. 86f)

In den Aufbaukräften, die im Schlaf den physischen Leib regenerieren, wirken jene Geister, die im Schöpfungsbericht der Bibel Laj'lah (hebr. לילה, Nacht) genannt werden. Sie sind in ihrer Entwicklung zurückgebliebene Urengel (Geister der Persönlichkeit) und haben sich gewisse Eigenschaften aus dem alten Saturndasein bewahrt, wo es noch kein Licht gab und die ganze Welt in Finsternis getaucht war. Wenn die Laj'lah allerdings ihre wohltuenden, lebensspendenden Kräfte, die bis in die tiefsten Gründe des physischen Leibes wirken, missbrauchen, werden sie zu Asuras - zu den gefährlichsten Widersachern, die wir kennen. Auch der Geist der Schwere gehört ihrem Reich an und bildet die geistige Ursache der Schwerkraft. Seine wesentliche und für unser Erdenleben unerlässliche Aufgabe besteht darin, unser Ich und unseren Astralleib beim Erwachen wieder in den physischen Leib zurückzuführen. (Lit.: GA 266b, S. 49ff) Durch die guten Asuras wurde schon auf dem alten Saturn der Anlage des physischen Menschenleibes der Keim des Ich-Bewusstseins und des Ich-Gefühls eingepflanzt. Die bösen Asuras sind die unmittelbaren Widersacher des Vatergottes, der der Herr der alten Saturnentwicklung war. Die bösen Asuras sind Geister des allerstärksten Egoismus, die den Menschen zur schwarzen Magie verführen.

„Dieses Abbauen unseres physischen Leibes, das wir heute während des Tagwachens haben, das durfte während des alten Saturndaseins nicht vorhanden sein. Wäre das schon beim alten Saturndasein vorhanden gewesen, dann hätte sich überhaupt niemals die erste Anlage unseres physischen Leibes bilden können. Denn man kann natürlich nichts bilden, wenn man anfängt zu zerstören. Die Saturntätigkeit mußte an unserem Leib eine aufbauende sein. Dafür war während des Saturndaseins gesorgt. Die Zerstörungsprozesse in unserem Leib, sie vollziehen sich ja gerade während des Tages, während des Einflusses des Lichtes; das Licht war aber noch nicht vorhanden während des alten Saturndaseins. So war also die Saturntätigkeit für unseren physischen Leib eine aufbauende. Nun mußte aber wenigstens während einer gewissen Zeit diese aufbauende Tätigkeit erhalten bleiben, auch als später, während des alten Sonnendaseins, das Licht hinzukam. Das konnte nur dadurch bewirkt werden, daß Saturnwesen zurückgeblieben sind, die das Aufbauen besorgen. Sie sehen also, daß es in der kosmischen Entwickelung notwendig war, daß für unsere Schlafenszeit die Saturnwesen zurückgehalten wurden, damit sie, wenn kein Licht vorhanden ist, den Aufbau des zerstörten physischen Leibes besorgten. So müssen hineinverwoben sein in unser Dasein die zurückgebliebenen Saturnwesen. Ohne sie würden wir überhaupt nur zerstört. Wir müssen einen Wechselzustand haben, ein Zusammenwirken von Sonnenwesen und Saturnwesen, von Lichtwesen und Finsterniswesen.“ (Lit.:GA 122, S. 101)

„Die zurückgebliebenen Archai wirken in der Finsternis. Daher stellen die Elohim, trivial gesprochen, nicht bloß die Wesenheiten an, die mit jom bezeichnet werden, sondern sie stellen ihnen entgegen diejenigen, die in der Dunkelkraft wirken. Und es heißt daher mit wunderbar realistischer Schilderung des Tatbestandes: Und die Elohim, sie nannten das, was als Geister im Licht wob, jom, Tag; das aber, was in der Finsternis wob, das nannten sie laj'lah. — Und das ist nicht unsere abstrakte Nacht, das sind die saturnischen Archai, die damals nicht bis zur Sonnenstufe vorgedrungen waren, und das sind auch diejenigen, die heute noch in uns wirksam sind während des Nachtschlafes, indem sie an unserem physischen und Ätherleib als aufbauende Kräfte wirken. Dieser geheimnisvolle Ausdruck, der da steht, laj'lah, der zu allerlei mythologischen Bildungen Anlaß gegeben hat, der ist weder unser abstraktes «Nacht», noch ist er irgend etwas, was Veranlassung geben könnte, an Mythologisches zu denken. Er ist nichts anderes als der Name für die zurückgebliebenen Archai, für diejenigen, die ihre Arbeit verbinden mit der der fortgeschrittenen Archai.“ (S. 102f)

Aufbaukräfte der Erde

Die im Schlaf in uns wirkenden Aufbaukräfte wirken auch in die Natur hinaus:

„Aber die Erde würde, wie ich schon gesagt habe, eine traurige Zukunft haben, wenn nicht der andere Pol der Menschen da wäre, der aufbauende. Geradeso wie die Ursachen für alles Zerstörende im menschlichen Willen liegen, der im Schwerpunkt des Menschen konzentriert ist, so liegen die aufbauenden Kräfte in derjenigen Sphäre, die die Menschen betreten während ihres Schlafes. Vom Einschlafen bis zum Aufwachen ist der Mensch mit seinem Ich und seinem astralischen Leib in einem Zustande, den wir gewöhnlich dadurch bezeichnen, daß wir figürlich sagen: Das Ich und der astralische Leib sind außerhalb des physischen Leibes. Aber da ist der Mensch eben durchaus ein geistig-seelisches Wesen, und da entwickelt er die Kräfte, die gerade wirksam werden zwischen dem Einschlafen und Aufwachen. Und während dieser Zeit steht er durch diese Kräfte in Beziehung zu alldem, was den Erdenplaneten aufbaut, was zu den zerstörenden Kräften die aufbauenden Kräfte hinzubringt. Wenn Sie auf der Erde niemals herumgehen würden, so würden die zerstörenden Kräfte, die eigentlich von Ihrem Willen ausgehen, nicht innerhalb des mineralischen, des pflanzlichen, des tierischen Reiches auf der Erde wirken. Wenn Sie auf der Erde niemals schlafen würden, so würde von Ihrer Intelligenz nicht dasjenige ausgehen, was die Erde immer wiederum aufbaut. Auch die eigentlich aufbauenden Kräfte unseres Erdenplaneten liegen in der Menschheit selbst. Ich sage nicht: Im einzelnen Menschen. - Ich habe ausdrücklich vorher gesagt, wie diese einzelnen Ursachen zusammenhängen. Aber in der ganzen Menschheit liegen die Kräfte auch für den Aufbau, und zwar in dem intelligenten Pol des menschheitlichen Wesens; aber nicht bei der Tagesintelligenz. Die Tagesintelligenz ist etwas, was sich wie ein Totes hineinstellt in das Erdenwerden. Die Intelligenz des Menschen, die für ihn unbewußt während des Schlafens wirkt, ist eigentlich dasselbe, was den Erdenplaneten fortwährend aufbaut.“ (Lit.:GA 191, S. 233)

Zusammenhang mit den kosmischen Kräften von Erde, Mond und Saturn

Die Aufbaukräfte wirken in der Richtung von der Erde zum Mond; sie gestalten auch die Röhrenknochen der Gliedmaßen. Die Abbaukräfte hingegen wirken vom Saturn herein; diese Kräfte gestalten auch die halbkugelförmige Schädeldecke.

„Also dasjenige, was so gelegen ist wie der Röhrenknochen des Oberschenkels oder des Oberarmes, wie auch ein entsprechend in seiner Lage liegender Muskel, das ist eigentlich eingereiht, eingegliedert in die Kräfte, die da verbinden Erde mit Mond. Und Ihr könnt Euch das so vorstellen: Ihr habt hier die Erde, von der Erde lodern Kräfte zum Monde hinauf, und in diese Kräfte ist alles das eingespannt, was die Lage, sagen wir des Oberschenkels hat, wenn der Mensch steht oder geht. Dagegen ist zusammengegliedert alles dasjenige, was eine solche Lage wie die Schädeldecke hat, mit der Saturnbewegung. Da walten drin die Umdrehungskräfte

Tafel 9 aus GA 316, S. 124

des Saturn, so daß man sagen kann: Der Mensch wird gebildet von unten nach oben durch den Zusammenhang von Erde und Mond, er wird abgeschlossen durch dasjenige, was in der Umschwungskraft des Saturn liegt, aber beide Kräftearten sind einander entgegengesetzt. Wenn Ihr auf die ersten Kräfte hinschaut, auf diejenigen, die im Zusammenhang zwischen Erde und Mond liegen, so liegt in diesen Kräften alles dasjenige drin, was dem Menschen seine plastische Form gibt, was den Menschen plastisch aufbaut. Man möchte sagen, in diesen Kräften liegt ein geheimer Bildhauer drin, der den Menschen plastisch aufbaut, während in den andern Kräften, die so gehen, fortwährender Abbau liegt. Da wird fortwährend das Materielle, das den Menschen plastisch aufbaut, wieder auseinandergestäubt. Wenn Ihr Euch also einen Nagel abschneidet, so seid Ihr mit der Schere in den Saturnkräften drin. Wenn Ihr eßt, so ist die Komponente - die von der Erde weggehende Richtung gibt diese Komponente - in der Richtung des Mondes. Alle Kräfte in der Richtung der Mondrichtung bauen auf. Alle Kräfte in der Richtung der Saturnrichtung zerstäuben den Menschen, und in dieser Wechselwirkung zwischen Zerstäuben und plastischem Aufbauen liegt des Menschen Seele, liegt des Menschen Geist. Darin offenbaren sie sich.“ (Lit.:GA 316, S. 124f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte, GA 122 (1984), ISBN 3-7274-1220-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Weltwesen und Ichheit, GA 169 (1998), ISBN 3-7274-1690-4 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis, GA 191 (1989), ISBN 3-7274-1910-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  4. Rudolf Steiner: Erdenwissen und Himmelserkenntnis, GA 221 (1998), ISBN 3-7274-2210-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  5. Rudolf Steiner: Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921, GA 255b (2003), ISBN 3-7274-2555-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  6. Rudolf Steiner: Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912, GA 266/2 (1996), ISBN 3-7274-2662-4 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  7. Rudolf Steiner: Physiologisch-Therapeutisches auf Grundlage der Geisteswissenschaft. Zur Therapie und Hygiene, GA 314 (1989), ISBN 3-7274-3141-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  8. Rudolf Steiner: Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heikunst, GA 316 (2003), ISBN 3-7274-3160-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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