R

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Rr

R bzw. r (gesprochen: [ɛʁ]) ist der 18. Buchstabe des lateinischen Alphabets und in den meisten Sprachen ein Konsonant. Der Buchstabe R hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 7 %. Er ist damit der fünfthäufigste Buchstabe in deutschen Texten. Als gesprochener Laut zählt das R gemeinsam mit dem L zu den Liquida.

In der Sprachgestaltung empfindet man R als kraftvoll rollende, triebhafte, rundende Drehbewegung. Das R hat damit als einziger Laut auch eine starke Beziehung zu den Astralkräften.

"Erlebt wird richtig das R, wenn man es als das Drehende empfindet, das R als ein Rad empfindet: r-r-r. Also das R ist das Wälzende, Drehende; alles das, was irgendwie den Eindruck macht, daß es rrrt. Das Drehende, Walzende, Rollende. So muß es gedacht, angeschaut werden:" (Lit.: GA 279, S. 61)

Der Laut R

Von den zwölf Urkonsonanten, die den Zeichen des Tierkreises entsprechen, ist das R dem Stier zugeordnet. Weitere Zuordnungen zeigt die nachstehende Tabelle:

Zeichen Name Körper Sinn Weltanschauung Konsonant
Stier Stier Kehlkopf, Nacken, Hinordnung zur Tonbildung Wärmesinn Rationalismus R

Herkunft

Proto-semitischer Menschenkopf Phönizisches Resch Griechisches Rho Etruskisches R Etruskisches R mit Ansatz Lateinisches R
Proto-semitischer
Menschenkopf
Phönizisches Resch Griechisches Rho Etruskisches R Etruskisches R
mit Ansatz
Lateinisches R

Im proto-semitischen Alphabet stellte der Buchstabe das Profil eines menschlichen Kopfes dar. Im phönizischen Alphabet wurde der Kopf stark stilisiert. Der Buchstabe bekam den Namen Resch (Kopf) und stand für den Lautwert [r].

In das griechische Alphabet wurde das Resch unter dem Namen Rho übernommen. Mit der Zeit wurde das Rho abgerundet und mit dem Wechsel der Schreibrichtung wechselte auch der Buchstabe die Orientierung. Manchmal wurde das Rho auch mit einem kurzen Ansatz unter der Rundung geschrieben, diese Modifikation wurde jedoch nicht in das griechische Alphabet aufgenommen.

In das etruskische Alphabet wurde das Rho als R übernommen. Auch die Etrusker schrieben den Buchstaben zum Teil mit, zum Teil ohne Ansatz. Als die Römer das etruskische Alphabet übernahmen, verwendeten sie die Version mit Ansatz, um es vom P unterscheiden zu können. Der Ansatz wuchs mit der Zeit und bis zur römischen Antike bis zur Grundlinie des Buchstabens. Auch wurde der Buchstabe wie im Griechischen gedreht, um ihn an die Schreibrichtung von links nach rechts anzupassen.

Im Mittelalter kannte man eine zweite Form des R, das sogenannte R rotunda. Es wurde nach runden Zeichen wie o, d, p usw. geschrieben.

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.
Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel R aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.