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Schote (Frucht)

Aus AnthroWiki
Reife Schötchen von Lunaria annua; erhalten sind nur der Rahmen und die falsche Scheidewand.

Die Schote (Siliqua) ist eine Unterform der Kapselfrucht, die besonders den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) eigen ist.

Bei den Kreuzblütlern besteht die Kapsel aus zwei Fruchtblättern, nach einer abweichenden morphologischen Interpretation aus vier. Sie besteht aus einem Plazentar-Rahmen (Replum), der am Fruchtstiel stehenbleibt und an dem die Samen sitzen. Von diesem Rahmen fallen bei Fruchtreife zwei samenlose Klappen ab. In der Interpretation mit vier Fruchtblättern ist der Rahmen aus zwei fertilen Fruchtblättern aufgebaut, die zwei Klappen sind zwei sterile Fruchtblätter. Die Kreuzblütler-Schote besitzt eine falsche Scheidewand. Schoten, die höchstens dreimal so lang wie breit sind, heißen Schötchen (Silicula), unabhängig von ihrer Größe. Große Schötchen findet man z. B. bei den Silberblättern (Lunaria annua und Lunaria rediviva).

Schoten besitzen auch die Erdrauchgewächse und einige Mohngewächse wie das Schöllkraut. Diese Schoten besitzen keine Scheidewand.

Die Standardsprache fasst auch die Früchte von Erbse, Bohne und Linse und deren Samenhüllen unter den Begriff "Schote", diese Früchte sind botanisch gesehen Hülsenfrüchte. Landschaftlich bezeichnet der Begriff "Schote" die Erbsen(pflanze)[1]. Sogenannte Paprikaschoten werden in der Botanik als Hohl-Beeren bezeichnet.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Schote (Frucht) – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. ↑ Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, hg. v. Klappenbach/Steinitz (Berlin, 1977), Bd. 5, S. 3293: ein Beet mit Schoten; die Schoten blühen.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Schote (Frucht) aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.