Stern von Bethlehem

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Der Stern von Bethlehem, auch Dreikönigsstern, Weihnachtsstern oder Stern der Weisen genannt, führte die Weisen aus dem Morgenland nach der Erzählung des Matthäus-Evangeliums zum Geburtsort des salomonischen Jesusknaben. Laut Rudolf Steiner waren die drei Magier in einer früheren Inkarnation Schüler des großen Eingeweihten Zarathustra gewesen, und folgten ihrem Meister, ihrem Goldstern (griech. Ζωροάστηρ Zōroastēr), der zur zur Zeitenwende als salomonischer Jesus zu Bethlehem wiedergeboren wurde, wie sie aus der hellsichtigen Deutung der Sternenschrift ersehen konnten, die ihnen das erwartete Geburtshoroskop ihres Meisters anzeigte. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die Sternenkonstellation beim Tod, das Todeshoroskop des vorangegangenen Erdenlebens, weitgehend ähnlich der Geburtskonstellation der nächst folgenden Inkarnation ist.

„Dieser Jesusknabe aus der salomonischen Linie ist der Träger jener Individualität, die einst als Zarathustra die urpersische Kultur begründete.“ (Lit.:GA 114, S. 96)

„So leuchtete der Stern zu Bethlehem auf, als sich die mächtige Individualität des Jesus bewußt verkörperte. Es ist ein kosmisches Ereignis, wenn solche hohe Menschen geboren werden.“ (Lit.:GA 98, S. 258)

„Die ganze hebräische Entwickelung seit Abraham sollte in einem Menschen zusammengefaßt werden. Und das sollte gipfeln in dem Jesus des Matthäus-Evangeliums. Wie konnte das geschehen? Das ist nur möglich, wenn wiederholt wird der ganze Entwickelungsgang in seelischer Art. Zarathustra geht ungefähr aus von der Stelle in Ur in Chaldäa, geistig aus den Mysterien heraus, woher Abraham gekommen ist. Der Goldstern erscheint dort zuerst, geht von da aus, die dortigen Magier folgen ihm. Geistig geschieht dasselbe, was physisch durch Abraham geschehen ist. Den Weg, den Abraham gemacht hat, den geht geistig der Stern, dem die Magier folgen: das ist der sich inkarnierende Zarathustra selber, der da den Weg geht, den Abraham gegangen ist, und er senkt sich nieder über der Geburtsstätte. Das ist der Moment, wo sich die Individualität des Zarathustra inkarniert in dem bethlehemitischen Jesuskinde. Die Magier wissen das. Sie folgen dem Stern, das heißt ihrem großen Lehrer Zarathustra, der sich da inkarniert.“ (Lit.:GA 117, S. 49)

Ihre Opfergaben Gold, Weihrauch und Myrrhe stehen für Weisheit, Schönheit und Güte (bzw. Stärke), die drei großen Tugenden der Eingeweihten, bzw. für die drei Seelenkräfte des Denkens, Fühlens und Wollens.

Schon seit der Spätantike wurde der Stern von Bethlehem in einem viel äußerlicheren Sinn als besonders auffällige Himmelserscheinung gedeutet und man wollte darmit die Geburt des Jesus genauer datieren. Bis heute werden dafür verschiedene Möglichkeiten[1] diskutiert, die aber alle nicht allgemein anerkannt werden:

Literatur

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Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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Einzelanchweise

  1. Sternwarte Recklinghausen Der Stern von Bethlehem - Wie weit kann seriöse astronomische Deutung gehen?, abgerufen am 15. Dezember 2016.