12000 (Zahl)

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
12000

12000 ist nach der Apokalypse des Johannes die Zahl der Versiegelten aus jedem der Zwölf Stämme Israels, die nach der Öffnung des sechsten Siegels errettet werden. Insgesamt handelt es sich also um 12 x 12000 = 144.000 Versiegelte.

„1 Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind über die Erde blase noch über das Meer noch über irgendeinen Baum. 2 Und ich sah einen andern Engel aufsteigen vom Aufgang der Sonne her, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief mit großer Stimme zu den vier Engeln, denen Macht gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zu tun: 3 Tut der Erde und dem Meer und den Bäumen keinen Schaden, bis wir versiegeln die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen. 4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt wurden: hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren aus allen Stämmen Israels: 5 aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt, aus dem Stamm Ruben zwölftausend, aus dem Stamm Gad zwölftausend, 6 aus dem Stamm Asser zwölftausend, aus dem Stamm Naftali zwölftausend, aus dem Stamm Manasse zwölftausend, 7 aus dem Stamm Simeon zwölftausend, aus dem Stamm Levi zwölftausend, aus dem Stamm Issachar zwölftausend, 8 aus dem Stamm Sebulon zwölftausend, aus dem Stamm Josef zwölftausend, aus dem Stamm Benjamin zwölftausend versiegelt.“

Offenbarung des Johannes: 7,1-8 LUT

Rudolf Steiner gibt dazu folgende Erläuterung:

„Wenn im Zeitraum des sechsten Siegels alles, was der Mensch hat an Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele, in die anderen Glieder hineingearbeitet sein wird, dann wird der Mensch die Fähigkeit erlangt haben, im Äußeren einen Abdruck zu schaffen des Innern in seinen Gesten, seinen Zügen, seinem ganzen Leben. Dadurch, daß er gearbeitet hat an seiner Entwickelung, wird er im vierten, fünften, sechsten Zeitraum in der Epoche der Siegel gerade dazu fähig sein, durch die Durchdringung mit diesen drei Seelenkräften - der Empfindungs-, Verstandes- und Bewußtseinsseele - an sich zu arbeiten, um Manas aufnehmen zu können.

Wenn der Mensch einen Zyklus wirklich durchgemacht hat, so daß nichts mehr übriggeblieben ist, so bezeichnet man das im Okkultismus mit 0 oder Null. Da werden also die Menschen die 3 mit der 4 durchdrungen haben. Für den nächsten Zeitraum ist diese Durchdringung der 3 mit der 4 ausgedrückt dadurch, daß man die 3 mit der 4 multipliziert; sie sind durch 3 Zyklen hindurchgegangen, das heißt durch 3 Nullen. Man drückt dieses so aus: 12 mit drei Nullen: 12 000. «Und ich sah einen anderen Engel aufsteigen von Sonnenaufgang mit einem Siegel des lebendigen Gottes, der rief mit lauter Stimme den vier Engeln, denen gegeben war zu schädigen die Erde und das Meer und sprach: schädiget die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte Gottes versiegelt haben auf der Stirne. Und ich hörte die Zahl der Versiegelten, nämlich hundert vier und vierzig Tausend Versiegelte aus allen Stämmen der Söhne Israel: aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt, aus dem Stamm Rüben zwölftausend...» (Apk. 7, 2-5) Nun werden die verschiedenen Gruppen der Menschen, die es zur Reife gebracht haben, vereint in der Gemeinde der Philadelphia zur Reife in der Bruderschaft, weil die eine Seele mitfühlt mit der anderen. Alle die, welche aus den verschiedenen Gruppen sich herausgegliedert haben, darf man nun miteinander multiplizieren, weil sie so ineinander leben werden, daß sie sich nicht stören, daß Seele in Seele sich hineinarbeitet: 12 mal 12 000, das ergibt die Zahl 144 000.

Das sind die, welche die menschliche Gesellschaft bilden werden im Zeitraum des sechsten Siegels. Der Apokalyptiker kennt die Geheimnisse der ganzen Entwickelung und er erzählt sie in einer allgemein so wenig verständlichen Sprache, weil die Menschen gerade durch die Kräfteaufwendung, um in die Rätsel einzudringen, imstande sein werden, die Bewußtseinsseele zu entwickeln.“ (Lit.:GA 104a, S. 126f)

12 ist die Zahl des Raumes. Sie wirkt überall dort, wo „die Zeit herausfließt in den Raum“ (Lit.: GA 113, S. 172). Die Zwölfheit repräsentiert die Gesamtheit der geistigen Kräfte, die gleichzeitig nebeneinander im Raum wirken. Ihr oberster kosmischer Repräsentant ist der Tierkreis mit seinen zwölf Tierkreiszeichen, hinter denen die erhabenen Tierkreiswesenheiten stehen. Vier von ihnen, denen auch die vier Evangelistensymbole entsprechen, ragen besonders hervor. Erstmals erwähnt werden sie bereits im Alten Testament in der Thronwagenvision des Ezechiel:

„4 Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer. 5 Und mitten darin war etwas wie vier Gestalten; die waren anzusehen wie Menschen. 6 Und jede von ihnen hatte vier Angesichter und vier Flügel. 7 Und ihre Beine standen gerade, und ihre Füße waren wie Stierfüße und glänzten wie blinkendes, glattes Kupfer. 8 Und sie hatten Menschenhände unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; die vier hatten Angesichter und Flügel. 9 Ihre Flügel berührten einer den andern. Und wenn sie gingen, brauchten sie sich nicht umzuwenden; immer gingen sie in der Richtung eines ihrer Angesichter. 10 Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite gleich einem Stier bei allen vieren und hinten gleich einem Adler bei allen vieren. 11 Und ihre Flügel waren nach oben hin ausgebreitet; je zwei Flügel berührten einander und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib. 12 Immer gingen sie in der Richtung eines ihrer Angesichter; wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden. 13 Und in der Mitte zwischen den Gestalten sah es aus, wie wenn feurige Kohlen brennen, und wie Fackeln, die zwischen den Gestalten hin und her fuhren. Das Feuer leuchtete und aus dem Feuer kamen Blitze. 14 Und die Gestalten liefen hin und her, dass es aussah wie Blitze. 15 Als ich die Gestalten sah, siehe, da stand je ein Rad auf der Erde bei den vier Gestalten, bei ihren vier Angesichtern. 16 Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle vier gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im andern war. 17 Nach allen vier Seiten konnten sie gehen; sie brauchten sich im Gehen nicht umzuwenden. 18 Und sie hatten Felgen, und ich sah, ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier Rädern. 19 Und wenn die Gestalten gingen, so gingen auch die Räder mit, und wenn die Gestalten sich von der Erde emporhoben, so hoben die Räder sich auch empor. 20 Wohin der Geist sie trieb, dahin gingen sie, und die Räder hoben sich mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern. 21 Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie standen, so standen diese auch; und wenn sie sich emporhoben von der Erde, so hoben sich auch die Räder mit ihnen empor; denn es war der Geist der Gestalten in den Rädern. 22 Aber über den Häuptern der Gestalten war es wie eine Himmelsfeste, wie ein Kristall, unheimlich anzusehen, oben über ihren Häuptern ausgebreitet, 23 dass unter der Feste ihre Flügel gerade ausgestreckt waren, einer an dem andern; und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib. 24 Und wenn sie gingen, hörte ich ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, ein Getöse wie in einem Heerlager. Wenn sie aber stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen 25 und es donnerte im Himmel über ihnen. Wenn sie stillstanden, ließen sie die Flügel herabhängen.“

Hes 1,4-25 LUT

Diese vier Wesen stehen auch vor dem Thron Gottes, der im Neuen Testament in der Apokalypse des Johannes geschildert wird:

„6 Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, gleich dem Kristall, und in der Mitte am Thron und um den Thron vier Wesen, voller Augen vorn und hinten. 7 Und das erste Wesen war gleich einem Löwen, und das zweite Wesen war gleich einem Stier, und das dritte Wesen hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Wesen war gleich einem fliegenden Adler. 8 Und ein jedes der vier Wesen hatte sechs Flügel, und sie waren rundum und innen voller Augen, und sie hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.“

Off 4,6-8 LUT

Die Zahl 1000 hat eine besondere okkulte Bedeutung. Die Zahl 0 (okkult gelesen als Ei) steht für einen vorangegangenen, völlig abgeschlossenen und vergeistigten Entwicklungszyklus. Drei Nullen stehen demnach für drei aufeinanderfolgende abgeschlossene Weltentwicklungsstufen. Gemeint sind damit insbesondere die Entwicklungsstufen des alten Saturn, der alten Sonne und des alten Mondes, die unserer gegenwärtigen Erdentwicklung vorangegangen sind. Mit unserer Erde hat ein neuer Entwicklungszyklus begonnen, der durch die Zahl 1 repräsentiert wird.

„Wenn man in okkulten Schriften von 1000 Jahren spricht, so meint man damit: 3 Zyklen sind aus dem Ei gegangen.“ (Lit.:GA 110, S. 187)

Literatur

Steiner big.jpg
Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.