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Epimetheus

Aus AnthroWiki
Pandora überreicht Epimetheus die Büchse

Epimetheus (griech. Ἐπιμηθεύς, der danach Denkende, aus dem griech. Präfix ἐπί- epi- „danach“ und μέδομαι medomai „denken, sinnen“) ist in der griechischen Mythologie der Bruder von Prometheus, ebenso wie dieser ein Sohn des Iapetos.

Mythos

Epimetheus erhielt von Zeus die wunderschöne Pandora, eine von Hephaistos aus Lehm geschaffene erste Frau, welche die nach ihr benannte Büchse der Pandora mitbrachte. Sie war von jedem Olympier mit einer besonderen Gabe gefüllt worden, die − bis auf die Hoffnung − alle verderblich waren. Die Plagen waren von Zeus als Bestrafung der Menschen für den Raub des Feuers durch Prometheus gedacht. Der warnte seinen Bruder Epimetheus, niemals ein Geschenk der Götter anzunehmen, um den Menschen nicht zu schaden. Epimetheus hörte jedoch nicht auf die Warnung, und betört von ihrer Schönheit, heiratete er Pandora. Sie öffnete die Büchse und ließ damit alle Plagen, die sich in der Büchse befanden, auf die Menschheit los. Bevor die Hoffnung, die einzig positive Gabe, welche sich ganz unten in der Büchse befand, entweichen konnte, verschloss sie (möglicherweise auch Epimetheus) diese wieder, woraufhin alles Übel über die Menschheit kam. Die Hoffnung entwich schließlich bei einem erneuten Öffnen der Büchse.

Dem Epimetheus gebar Pandora die Tochter Pyrrha.[1] So wurde er mit Prometheus zum Ahnherrn der neuen Menschheit nach der großen Flut.

Epimetheus wird auch in Platons Dialog Protagoras behandelt (320d–322a).

Weblinks

Commons: Epimetheus – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. ↑ Herder Lexikon: Griechische und römische Mythologie. Herder, Freiburg 1981, Lemma Pandora.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Epimetheus aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.