Goldenes Zeitalter

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Das Goldene Zeitalter. Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, um 1530, Alte Pinakothek, München

Goldenes Zeitalter (altgriech. χρύσεον γένος chrýseon génos, deutsch ‚Goldenes Geschlecht‘, lat. aurea aetas oder aurea saecula) ist ein Begriff aus der antiken Mythologie. Er bezeichnet die als Idealzustand betrachtete friedliche Urphase der Menschheit vor der Entstehung der Zivilisation.

Dem griechischen – später von den Römern übernommenen – Mythos zufolge waren die sozialen Verhältnisse damals ideal und die Menschen hervorragend in ihre natürliche Umwelt eingebettet. Kriege, Verbrechen und Laster waren unbekannt, die bescheidenen Lebensbedürfnisse wurden von der Natur erfüllt. Im Verlauf der folgenden, nach Metallen von absteigender Qualität benannten Zeitalter trat jedoch ein zunehmender moralischer Verfall ein, Macht- und Besitzgier kamen auf und verstärkten sich und die Lebensbedingungen verschlechterten sich drastisch. In der Gegenwart (der Lebenszeit des Mythenerzählers) hat diese Entwicklung einen Tiefstand erreicht. Manche römische Autoren verkündeten aber den Anbruch einer neuen Epoche des Friedens und der Eintracht als Erneuerung des Goldenen Zeitalters.

In mancher Hinsicht andersartige, aber in wichtigen Aspekten vergleichbare Ideen waren im Altertum auch im Nahen und Mittleren Osten verbreitet. Aus den verschiedenen überlieferten Versionen lassen sich die Grundzüge eines Urmythos asiatischen Ursprungs rekonstruieren. Dieser bildete die Ausgangsbasis unterschiedlicher Traditionen, die von Europa bis Indien eine nachhaltige kulturgeschichtliche Wirkung entfalteten. Es bestehen Parallelen zu der biblischen Erzählung vom Garten Eden und der Vertreibung aus dem Paradies (Sündenfall), doch ist kein Grundstock einer gemeinsamen Tradition erkennbar.

In der Neuzeit wandten sich zahlreiche Schriftsteller und Dichter diesem Thema zu. Den antiken Vorbildern folgend idealisierten sie oft das Goldene Zeitalter und sehnten seine Rückkehr herbei. Bei manchen Autoren trat zu den traditionellen Merkmalen der mythischen Urzeit ein neues Motiv hinzu: das Ideal erotischer Unbefangenheit und Freizügigkeit. Kritiker bewerteten jedoch das idealisierte einfache Leben im Einklang mit der Natur als fortschritts- und kulturfeindlich.

In übertragenem Sinn wird der Begriff „Goldenes Zeitalter“ für eine Blütezeit verwendet. Gemeint ist oft eine Epoche höchster Entfaltung einer Kultur oder eine Glanzzeit einer bestimmten Form des Kulturschaffens. Zusätzlich oder alternativ kann es sich auch um eine Periode wirtschaftlicher Prosperität oder politischer Vormachtstellung handeln.

Der antike Mythos

Hesiod

Der erste europäische Autor, der den Mythos erzählt, ist der Dichter Hesiod (spätes 8. oder frühes 7. Jahrhundert v. Chr.). Er spricht aber nicht von einem Goldenen Zeitalter, sondern nur von einem „goldenen Geschlecht“, einer Menschengattung, die in ferner Vergangenheit lebte. In seinem Lehrepos Werke und Tage schildert Hesiod die Zeit des goldenen Geschlechts, das die unsterblichen Götter geschaffen hatten. Damals herrschte im Himmel der göttliche Titan Kronos, der Vater des Zeus. Die Menschen lebten sorglos wie Götter in ungestörtem Frieden, frei von Kummer, Plagen und Jammer, hüteten ihre großen Viehherden und genossen ihre üppigen Mahlzeiten. Ein Hauptmerkmal jener Zeit war, dass die Erde von sich aus die benötigte Nahrung reichlich hervorbrachte. Daher war anstrengende Landarbeit unnötig. Die Menschen waren mit den Göttern befreundet und kannten kein Unheil. Ihre Körper alterten nicht, ihr Tod war ein Einschlafen. Später wurden sie von Zeus in wohlwollende Geister verwandelt, die in den folgenden Zeitaltern die Sterblichen behüteten und beschenkten. Diese Aufgabe nehmen sie weiterhin wahr.[1]

Als das goldene Geschlecht ausgestorben war, folgte nach Hesiods Darstellung das „viel geringere“ silberne, das dem goldenen körperlich und geistig weit unterlegen war. Es handelte sich um eine von den Göttern neu geschaffene Menschengattung, der es an Vernunft und Maß fehlte und die bereits dem Leid unterworfen war. Nach relativ kurzer Zeit ging dieses Geschlecht zugrunde. Im nächsten Zeitalter, in dem wiederum eine andere Menschenart lebte, trat weiterer Niedergang ein. Es folgte die Ära der Heroen. In der fünften und letzten Epoche, der des eisernen Geschlechts, haben sich sowohl der Charakter der Menschen als auch ihre Lebensverhältnisse drastisch verschlechtert. Die Gegenwart bildet den Tiefpunkt der bisherigen Entwicklung. Für die Zukunft ist noch Schlimmeres zu erwarten. Schließlich wird Zeus die Menschheit vernichten.[2]

Orphik

Die Orphiker waren eine aus Thrakien stammende religiöse Bewegung, die sich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. im griechischen Sprachraum ausbreitete. Sie vertraten ähnliche Vorstellungen wie Hesiod. Auch sie benannten die Geschlechter (Menschengattungen) nach Metallen. Ihre Weltalterlehre setzt die chronologische Struktur des von Hesiod erzählten Mythos voraus, doch betonten sie nicht die zeitliche Aufeinanderfolge der Menschengeschlechter, sondern deren unterschiedliche charakterliche Qualität. Ihr Anliegen war eine Einteilung der Menschheit in drei Klassen nach dem Kriterium der Tugendhaftigkeit. Unklar ist, ob sie von Hesiods Darstellung ausgingen oder unabhängig von ihm – vielleicht durch direkten Rückgriff auf eine orientalische Überlieferung – zu ihrer Kenntnis des Metallmythos gelangten.[3]

Bei den Orphikern waren unterschiedliche Versionen des Mythos verbreitet. Nach einer Variante regierte wie bei Hesiod zuerst Kronos, nach einer anderen war der Herrscher zur Zeit des goldenen Geschlechts der Gott Phanes und die Epoche des Kronos war die anschließende Zeit des silbernen Geschlechts; dann kam Zeus an die Macht und schuf das dritte Geschlecht, das der Titanen.[4] Die Orphiker teilten Hesiods Ansicht, wonach in ältesten Zeiten eine konsequente Friedfertigkeit geherrscht hatte. Platon berichtet, dass bei ihnen Fleischnahrung und Tieropfer verpönt waren, da sie jedes Blutvergießen für unfromm hielten, und dass die Überzeugung verbreitet war, die gewaltlose „orphische“ Lebensweise sei einst allgemein praktiziert worden.[5]

Empedokles

Im 5. Jahrhundert v. Chr. verkündete der Philosoph Empedokles, ein Vorsokratiker, einen kosmologischen und kulturhistorischen Mythos, der Übereinstimmungen mit dem Weltaltermythos Hesiods und der Orphiker aufweist. Wie Hesiod vertrat er die Idee einer ursprünglichen Friedfertigkeit, Unschuld und Eintracht in der gesamten Natur einschließlich der menschlichen Gesellschaft. Auf ein ideales Zeitalter folgte eine Periode zunehmenden Verfalls, die zu den gegenwärtigen Verhältnissen geführt hat. Die Verschlimmerung wird sich zwangsläufig weiter fortsetzen und schließlich zu einem Zustand maximaler Zwietracht führen. Dann muss ein Umschwung einsetzen, der eine Entwicklung in die Gegenrichtung einleitet. Es handelt sich um einen Kreislauf, der mit der Wiederherstellung des ursprünglichen Idealzustands enden wird. Der zyklische Wandel manifestiert sich sowohl kosmisch-naturgeschichtlich als auch kulturgeschichtlich. Als Triebkraft der zyklischen Entwicklung betrachtet Empedokles die Auseinandersetzung zweier abwechselnd dominierender Urkräfte, die er „Liebe“ und „Streit“ nennt.[6]

Ein Unterschied zwischen dem Modell des Empedokles und dem Weltaltermythos Hesiods und der Orphiker besteht darin, dass bei Empedokles nicht von verschiedenen nacheinander auftretenden Menschengeschlechtern und ihnen zugeordneten Metallen die Rede ist. Empedokles unterscheidet in der Geschichte des Universums vier Phasen: die Periode der Vorherrschaft der Liebe, die Periode der zunehmenden Macht des Streits, die Periode der Vorherrschaft des Streits und die Periode der zunehmenden Macht der Liebe. Seine eigene Epoche ordnet er der zweiten Phase zu, in welcher die trennende und die vereinende Kraft miteinander ringen und der Streit die Oberhand gewinnt. In der Zeit, in der die Liebe dominiert, regiert nicht wie bei Hesiod Kronos, sondern die Liebesgöttin Kypris (Aphrodite). Die Überlieferung, der zufolge Kronos in dieser Phase herrscht, lehnt Empedokles ausdrücklich ab.[7]

Platon, Aristoteles und Dikaiarch

Büste Platons in der Glyptothek München

Platon macht in seinen Dialogen unterschiedliche Angaben über die in ferner Vergangenheit liegenden Epochen der Menschheitsgeschichte. Da es sich um mythische Aussagen handelt, bemüht er sich nicht um die Ausarbeitung eines festen Systems. Er bringt die mythische Frühzeit nicht mit Gold in Verbindung, sondern bezeichnet sie nur als die Zeit des Lebens unter Kronos. In den Dialogen Politikos und Nomoi schildert er den damaligen Zustand.[8] Wie in der älteren mythischen Überlieferung ist auch bei Platon die Epoche, in der Kronos die Welt lenkte, durch Vollkommenheit des Lebens gekennzeichnet; die unerfreulichen Verhältnisse der Gegenwart sind das Resultat eines seither eingetretenen Verfalls. Unter der Herrschaft des Kronos waren Krieg und Zwiespalt unbekannt, gesetzliche Regelungen überflüssig, das Leben verlief ohne Anstrengung. Die Menschen verzehrten kein Fleisch und brauchten keinen Ackerbau zu treiben, sondern ernährten sich nur von dem, was die Erde ihnen von selbst gab. Sie bewegten sich unbekleidet im Freien, da das Klima dies ermöglichte. Zwischen Menschen und Tieren gab es sprachliche Verständigung. Auch unter den Tieren herrschte Frieden, sie dienten einander noch nicht zur Speise. Mit der Vorstellung vom Tierfrieden greift Platon ein Motiv auf, das schon in orphischem Gedankengut auftaucht.[9]

Im Unterschied zu Hesiod unterscheidet Platon nur zwei Phasen: die der Herrschaft des Kronos, in der die Verhältnisse optimal sind, und die Verfallszeit, zu der die Gegenwart gehört. Die beiden Phasen lösen einander zyklisch ab. In der Zeit des Kronos untersteht die Welt einer durchgreifenden göttlichen Lenkung. Die Verfallszeit, die Epoche des Zeus, ist durch einen gewissen Rückzug der Götter gekennzeichnet; Menschen und Tiere bleiben sich selbst überlassen. Das führt zu wachsender Verwirrung und immer schlimmerem Unheil, bis schließlich der höchste Gott wieder das Steuer ergreift. Auf der kosmischen Ebene sind die Merkmale der beiden Phasen entgegengesetzte Umdrehungen des Weltalls um die Erde, welche die Mitte des Kosmos bildet. In der Verfallszeit obliegt den Menschen die Aufgabe, die vorbildliche Lebensweise der Kronos-Zeit soweit möglich nachzuahmen.[10]

Auf Hesiods Angaben über die nach Metallen benannten Menschengattungen nimmt Platon mehrfach ausdrücklich Bezug.[11] Dabei geht es ihm aber nicht um den Weltaltermythos. Den Gedanken einer Einteilung der Menschen nach ihrer Veranlagung bezieht er nicht auf Menschengattungen, die einander in mythischer Vergangenheit in chronologischer Abfolge ablösten, sondern auf die Gegenwart und die Zukunft. Mit den „Geschlechtern“, die Metallen von unterschiedlichem Wert entsprechen, meint er Personentypen von unterschiedlicher Begabung und Bildungsfähigkeit, denen er unter seinen Zeitgenossen begegnet. Unter diesem Gesichtspunkt teilt er die Menschen in drei Gruppen auf: goldene, silberne und eherne oder eiserne. Platons mythische Ausdrucksweise lautet, der Schöpfer habe den einen Gold, den anderen Silber, den anderen Eisen und Erz „beigemischt“. Meist entsprechen die Kinder diesbezüglich ihren Eltern, doch kommt es auch vor, dass sie einer anderen Gattung angehören. Gemäß dem Dreierschema soll jeder nach seiner Veranlagung – nicht nach seiner Herkunft – an den ihm gebührenden Platz gestellt werden. In der hierarchischen Ordnung von Platons Idealstaat gehört jeder Bürger einem der drei Stände (Herrscher, Wächter, Erwerbstätige) an. Die Herrscherrolle steht dem Stand der „goldenen“ Personen zu. Im Idealstaat regieren sie allein und grenzen sich scharf von den beiden anderen Ständen ab. Vermischung der Stände führt zu Konflikten und Unheil.[12]

Schon Aristoteles bezeugt eine metaphorische Begriffsverwendung. Er berichtet, die Athener hätten die Epoche der Tyrannis des Peisistratos (6. Jahrhundert v. Chr.) rückblickend als Zeit des „Lebens unter Kronos“ verklärt, da es ihnen später viel schlechter ging.[13] Aristoteles’ Schüler Dikaiarch versuchte Hesiods Darstellung als glaubhaft zu erweisen, indem er die Verhältnisse in der Ära des goldenen Geschlechts auf natürliche Ursachen zurückführte, die sich aus den damaligen Lebensbedingungen ergaben. Beispielsweise waren die Menschen gesund, weil sie nicht körperlich schwer arbeiten mussten und weil sie sich maßvoll ernährten. Zur Kriegführung bestand kein Anlass, da es keinen Besitz gab, um den man hätte streiten können. Einer verbreiteten Anschauung folgend wertete Dikaiarch die Einführung des Ackerbaus als Frevel an der Natur. Das Leben auf der Basis dessen, was die Natur von sich aus zur Verfügung stellt, ist bei Dikaiarch nicht wie bei Hesiod durch Fülle und Üppigkeit, sondern im Gegenteil durch Kargheit gekennzeichnet, was er aber positiv wertet, da es der Gesundheit zuträglich sei.[14]

Kynismus

Dem Lob der Urzeit, in der es noch keine Zivilisationsgüter gab, schlossen sich auch die Kyniker an. Sie idealisierten den zivilisationsfernen mythischen Urzustand gemäß ihrem asketischen, zivilisationsfeindlichen Lebensideal. Dabei hoben sie den Aspekt der anfänglichen Genügsamkeit der Menschheit hervor. Sie meinten, die späteren Neuerungen (Städtewesen, Nutzung des Feuers, Technik) hätten nichts genützt, sondern nur zu Verweichlichung, Luxus und Konflikten geführt.[15]

Arat und die Übersetzer und Bearbeiter seines Gedichts

Im 3. Jahrhundert v. Chr. präsentierte der in der Folgezeit außerordentlich einflussreiche Dichter Arat (Aratos von Soloi) eine abgewandelte Version des Mythos in seinem Lehrgedicht Phainomena. Das Gedicht wurde Schullektüre und war bis in die byzantinische Zeit vielen Schülergenerationen der griechischsprachigen Welt vertraut.

Bei Arat ist das Zeitalter des goldenen Geschlechts von der ständigen Anwesenheit der Gerechtigkeitsgöttin Dike geprägt. Dike lebt auf der Erde und begegnet den Sterblichen unmittelbar von Angesicht zu Angesicht. Sie übt die Herrschaft aus, sorgt für die Bedürfnisse der Menschen und für die Wahrung der Gerechtigkeit. Das Leben ist einfach, gewaltsame Auseinandersetzungen sind unbekannt. Im Gegensatz zu Hesiod und Platon lässt Arat das goldene Geschlecht bereits Ackerbau mit Pflugstieren treiben, für die Nahrungsbeschaffung ist also schon damals eine erhebliche Anstrengung erforderlich. Die Ernährung ist aber noch rein vegetarisch, es werden keine Tiere getötet. Vor allem die Schlachtung des Pflugstiers ist unvorstellbar, das ist ein erst viel später in der Zeit des ärgsten Sittenverfalls aufgekommener Frevel. Arat betont den Gegensatz zwischen dieser autarken, genügsamen und völlig friedlichen Lebensweise einerseits und Seefahrt und Handel, die erst später aufkamen, andererseits. In der folgenden Epoche des silbernen Geschlechts zieht sich Dike ins Gebirge zurück. Da sie mit dem Verhalten der Menschen unzufrieden ist, reduziert sie ihren Umgang mit ihnen stark, weist sie scharf zurecht und kündigt künftiges Unheil an. Es folgt die Epoche des ehernen Geschlechts, in der Schwerter geschmiedet werden und Raub, Mord und Krieg aufkommen. Angesichts dieser Verhältnisse verlässt Dike die Erde und überlässt die Menschheit ihrem Schicksal.[16]

Arats Werk wurde auch in Rom gelesen. Cicero fertigte eine wörtliche Übersetzung ins Lateinische an, Germanicus eine freie, die den griechischen Stoff mit römischen Vorstellungen und Begriffen anreichert. Germanicus lässt für das Goldene Zeitalter den von Arat angenommenen Ackerbau weg, bei ihm deckt wie in den ältesten Versionen des Mythos die Erde die Nahrungsbedürfnisse der Menschen ohne deren Zutun.[17] Eine noch freiere Bearbeitung von Arats Gedicht stammt von dem spätantiken Dichter Avienus, der sich teils der Version des Germanicus anschließt. Das Motiv der damals noch unbekannten Seefahrt hebt Avienus besonders hervor. Die Genügsamkeit und Ehrlichkeit der Menschen des Goldenen Zeitalters steht bei ihm in scharfem Kontrast zur Habsucht und Betrügerei der Kaufleute in der späteren Verfallszeit, in der die vom Fernhandel angeregte Luxussucht überhandnimmt. Im Goldenen Zeitalter gibt es noch keinen privaten Landbesitz. Avienus nutzt den Mythos zur Propagierung einer stoisch gefärbten römischen Tugendlehre.[18]

Fest

Zu Ehren des Kronos wurde das Fest der Kronia gefeiert, über dessen Ursprung und Bedeutung wenig bekannt ist. Den Kronia entsprachen in Rom die außerordentlich populären Feierlichkeiten der Saturnalien. Die Saturnalien gehörten zum Kult des italischen Gottes Saturn. Saturn wurde traditionell mit Kronos identifiziert. Daher pflegte man das Goldene Zeitalter, in dem Kronos die Welt regierte, lateinisch auch Saturnia regna („Herrschaft Saturns“) zu nennen. Seit dem Ende des Goldenen Zeitalters lenkt nach der römischen Mythologie Jupiter, Saturns Sohn und Nachfolger, den Kosmos. Jupiter entspricht dem griechischen Zeus.

Ein Hauptmerkmal der Saturnalien und zumindest ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. auch der Kronia war die vorübergehende Aufhebung der gesellschaftlichen Ordnung. Sklaven speisten gemeinsam mit ihren Herren oder wurden sogar von ihnen bedient. Ausgelassenheit und reichlicher Weingenuss erleichterten geschlechtliche Kontakte. Der Geschichtsschreiber Pompeius Trogus und der spätantike Gelehrte Macrobius meinten, die während des Festes praktizierte Freizügigkeit solle an die egalitären Verhältnisse in der mythischen Urzeit unter Saturn erinnern.[19] Die Annahme, dass tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Mythos und dem Saturnalienfest sowie auch den griechischen Kronia besteht, wird in der Forschung als plausibel betrachtet.[20]

Dichter der augusteischen Zeit

Berühmte römische Dichter der augusteischen Zeit (Römische Klassik) thematisieren den Gegensatz zwischen dem Goldenen Zeitalter und späteren Epochen.

Vergil

Der Beginn der Verse über das Goldene Zeitalter Latiums in einer spätantiken Handschrift von Vergils Aeneis (Vergilius Romanus)

Ein Motiv, das die herkömmliche Goldzeitvorstellung ergänzt und zugleich abwandelt, präsentiert Vergil in der Aeneis: Er lässt den von Jupiter entmachteten Saturn nach Latium fliehen. Dort übernimmt der Flüchtling die Herrschaft und verhilft der Bevölkerung zu einem regionalen Goldenen Zeitalter. Diese Blütezeit ist durch Frieden gekennzeichnet, aber auch durch die Notwendigkeit von Landarbeit und Gesetzgebung, denn das paradiesische weltweite Goldene Zeitalter ist vorbei. Der von Saturn geprägten Epoche der Geschichte Latiums setzt später ein neues, übel veranlagtes Geschlecht ein Ende.[21] Diese Variante des Mythos verknüpft die Goldzeitvorstellung mit dem Ackerbau, dessen Geringschätzung seitens der älteren mythischen Überlieferung Vergil nicht teilt. Bei seiner allgemeinen Verherrlichung des bäuerlichen Lebens als einer idealen Daseinsform bedient sich der Dichter mancher Anklänge an den Mythos von einer idealen Epoche der fernen Vergangenheit. Er meint, es seien Spuren der damaligen Sitten im Landleben bis in die Gegenwart zurückgeblieben.[22] Das Goldene Zeitalter Latiums unterscheidet sich vom universalen Goldenen Zeitalter der hesiodischen Tradition dadurch, dass es nicht die erste Ära ist. Vielmehr geht der regionalen goldenen Zeit in Latium eine Epoche primitiven Lebens und roher Sitten voraus. Saturn beseitigt mit seinem Eingreifen die anfängliche Barbarei. Er führt die zuvor verstreut lebenden Menschen zusammen, ordnet ihr Zusammenleben und leitet damit die Bildung eines gesellschaftlichen Verbandes ein.[23] Die Legende von Saturns Exil in Italien geht auf eine Erzählung des griechischen Schriftstellers Euhemeros zurück, die Ennius ins Lateinische übersetzt hatte.[24]

Tibull

Der römische Dichter Tibull (1. Jahrhundert v. Chr.) schildert wehmütig die idyllischen Verhältnisse, die bestanden, als noch Saturn die Welt regierte. Tibull nennt die herkömmlichen Merkmale: das Fehlen des Ackerbaus, des Grundbesitzes und der Gewinnsucht, die später zu Seefahrt und Fernhandel geführt hat, sowie die allgemeine Arglosigkeit, Unbesorgtheit und Gewaltlosigkeit. Dem damaligen segensreichen Dasein stellt der Dichter die Angst und Not in den kriegserfüllten Zeiten unter Jupiters Herrschaft gegenüber.[25] In anderem Zusammenhang, ohne direkte Bezugnahme auf den Zeitaltermythos, erwähnt Tibull, dass die „Alten“ (Menschen der Urzeit) sich von Eicheln ernährten und „einander überall liebten“, also eine freie Erotik praktizierten.[26] Tibulls Zeitgenosse Properz hingegen ist der Ansicht, die Frauen seien, als Saturn regierte, noch keusch und treu gewesen.[27]

Tibulls Idealisierung der Urzeit ist nicht Ausdruck einer durchgängig konsequent vertretenen Weltanschauung, sondern einer bei ihm zeitweilig vorherrschenden Stimmung; er hat auch Gedichte verfasst, in denen er die Kulturentstehung als Fortschritt würdigt.

Horaz

Ein anderer berühmter Dichter, Horaz, greift einen besonderen Aspekt heraus. Nach seiner Darstellung sind die Menschen des Goldenen Zeitalters von Jupiter in Gefilde der Seligkeit versetzt worden, die sich auf fernen Inseln befinden. Dort leben sie weiterhin in paradiesischen Verhältnissen (reichliche Nahrung ohne Landarbeit, keine Seuchen und schädlichen Tiere, optimales Klima).[28] Dieses Schicksal hatte Hesiod den Heroen des vierten Geschlechts zugewiesen, die von Zeus auf die „Inseln der Seligen“ am Rande der Erde versetzt worden seien. Horaz überträgt das Motiv des Fortlebens im Reich der seligen Inseln auf das erste Geschlecht.

Ovid

In den ersten Jahren des 1. Jahrhunderts gibt der römische Dichter Ovid dem Mythos Hesiods eine neue, einprägsame Gestalt. Im ersten Buch seiner Metamorphosen beginnt er die Verherrlichung des Goldenen Zeitalters mit den berühmten Worten Aurea prima sata est aetas ... („Als erstes entstand das Goldene Zeitalter“).[29] Die seither neben dem in der Antike häufigeren Ausdruck aurea saecula bzw. aureum saeculum verwendete, heute gängige Bezeichnung aurea aetas für das Goldene Zeitalter ist vor Ovid nicht belegt.

Ovids Goldenes Zeitalter kennt keine Gesetze und Gesetzeshüter, keine Furcht und Strafe. Ohne Zwang tut jeder das Rechte und hält sein Wort. Die Merkmale, die der Dichter anführt, sind die herkömmlichen: eine von sich aus alle Nahrungsbedürfnisse befriedigende Erde, daher kein Ackerbau; völliger Friede unter den Menschen sowie zwischen Menschen und Tieren, vegetarische Ernährung, Viehzucht nur zur Milchgewinnung; allgemeine Genügsamkeit, Unbesorgtheit und Unschuld; keine Seefahrt und kein Kontakt mit fremden Völkern.[30] Der Lenker dieser paradiesischen Welt ist Saturn. Eine Besonderheit in Ovids Schilderung ist das Motiv des ewigen Frühlings, der ein Leben im Freien ermöglicht. Ovid ist der erste Dichter, der das stets ausgeglichene Klima als Merkmal des Goldenen Zeitalters anführt; vor ihm ist es in der Geschichte des Mythos nur bei Platon bezeugt.[31]

Mit dem Sturz Saturns, der von seinem Sohn Jupiter entmachtet wird, beginnt das Silberne Zeitalter. Es bringt erste Verschlechterungen: Da der Wechsel der Jahreszeiten einsetzt, werden Behausungen benötigt, die Lebensmittelversorgung ist nur noch mit Ackerbau möglich. In den späteren Zeitaltern setzt sich der Niedergang fort und die Lebensbedingungen werden immer ungünstiger. Zunächst kommt Gewaltbereitschaft auf, später entsteht eine verbrecherische Gesinnung. Erst im Eisernen Zeitalter, der letzten und schlimmsten Zeit, wird privater Landbesitz eingeführt und die Ausbeutung von Bodenschätzen in Angriff genommen.[32] Die rühmende Schilderung der vorbildlichen Sitten der mythischen Urzeit dient bei Ovid auch der indirekten Kritik an der Gegenwart.

Octavia

In der fälschlicherweise Seneca zugeschriebenen Tragödie Octavia präsentiert ein unbekannter römischer Dichter des 1. Jahrhunderts eine Version des Weltaltermythos, die den Einfluss Arats und vor allem Ovids erkennen lässt und zugleich von stoischen Vorstellungen ausgeht. Der Philosoph und Staatsmann Seneca tritt in dem Stück auf und hält einen Monolog, in dem er auf den kosmischen Kreislauf von Weltentstehungen und Weltuntergängen eingeht. Den idealen Urzustand und die seitherigen Verfallsperioden stellt er ohne Rückgriff auf die gängigen Metallbezeichnungen dar. Mit jedem Weltuntergang wird die degenerierte Menschheit vernichtet, mit jeder Weltschöpfung entsteht eine neue Menschheit. Der kosmische Neuanfang ist der Beginn einer neuen Herrschaft Saturns, in dessen Auftrag die Gerechtigkeitsgöttin Justitia die Lenkung der Erde übernimmt. Waffen, ummauerte Städte, Kriege und Privateigentum sind noch unbekannt. Im zweiten Zeitalter setzt der Niedergang ein. Erst im vierten und letzten Zeitalter, der Endphase der Zerrüttung, werden Jagd, Fischfang und Ackerbau eingeführt.[33] Dann folgt der Weltuntergang und nach ihm eine neue goldene Zeit.

Sibyllinisches Orakel

Im ersten Buch der Sibyllinischen Orakel wird eine Weltalterlehre dargestellt, in der biblische Vorstellungen dominieren, aber auch hesiodische Motive eine wichtige Rolle spielen. Beschrieben wird eine Abfolge von Geschlechtern, die mit Adam und Eva beginnt. Die ersten fünf Geschlechter lebten vor der Sintflut, das sechste schließt unmittelbar an die Sintflut an. Die Menschen des ersten Geschlechts führten zunächst wie bei Hesiod ein sorgenfreies Leben, das mit einem Tod endete, der dem Einschlafen glich. Sie waren langlebig und von Gott geliebt. Später verfielen sie jedoch der Sünde und ihre Sitten wurden verbrecherisch. Schließlich griff Gott ein, vernichtete sie und schuf ein neues, zweites Geschlecht, das Ackerbau und Seefahrt erfand. Alle vorsintflutlichen Geschlechter gingen wegen ihrer Sündhaftigkeit zugrunde, worauf Gott jeweils ein neues Geschlecht schuf. Die Sibylle, die als Urheberin der Weissagung auftritt, stellt sich als Angehörige des sechsten Geschlechts dar, das mit Noach begann und ausdrücklich als „golden“ bezeichnet wird. Es entspricht dem „goldenen Geschlecht“ Hesiods. Wie bei Hesiod altern in der sibyllinischen Version die Menschen dieses Weltalters nicht und sind immer gesund, für ihre Nahrung sorgt die Erde von sich aus und beim Sterben schlafen sie friedlich ein. Sie haben Umgang mit Zebaot, dem biblischen Gott; Kronos regiert als König. Auf das Zeitalter des goldenen Geschlechts folgt nach der Prophezeiung der Sibylle die Epoche der Titanen.[34]

Spätantike

Im frühen 4. Jahrhundert befasst sich der Kirchenvater Laktanz eingehend mit dem Mythos vom Goldenen Zeitalter und deutet ihn christlich um. Den Darstellungen der paganen Dichter billigt er einen gewissen Wahrheitsgehalt auch im Rahmen der christlichen Lehre von der Heilsgeschichte zu. Er meint, die Dichter hätten richtig erkannt, dass es einst eine Epoche gegeben habe, in der Gerechtigkeit herrschte und nur der eine wahre Gott verehrt wurde. Damals seien keine Kriege oder sonstigen gewalttätigen Auseinandersetzungen vorgekommen, Waffen seien unbekannt und die Menschen frei von Arglist und Habsucht gewesen. Zwar habe es Privatbesitz gegeben, doch seien die Besitzenden großzügig gewesen und hätten mildtätig für die Bedürfnisse der Armen gesorgt. Der Herrscher des Goldenen Zeitalters, Saturn, ist bei Laktanz kein Gott, sondern ein menschlicher König.

Der Sturz Saturns, der von seinem eigenen Sohn Jupiter entthront wurde, setzte dem Goldenen Zeitalter ein Ende und führte alle Übel der folgenden Zeiten herbei, denn nun erlosch der Kult des wahren Gottes. Mit dem Untergang der rechten Gottesverehrung war zwangsläufig das Verschwinden der Gerechtigkeit und der Solidarität und das Aufkommen der Laster und Verbrechen verbunden. In Jupiter sieht Laktanz einen verbrecherischen Menschen, der sich als Gott verehren ließ, was schließlich zur Einführung des Polytheismus führte, da auch Jupiters Nachkommen göttliche Verehrung erhielten.[35]

In Übereinstimmung mit der paganen Überlieferung glaubt Laktanz, dass sich die üblen Verhältnisse seiner Gegenwart künftig noch weiter verschlimmern werden. Dies wird in solchem Maße der Fall sein, dass man die jetzige Zeit im Vergleich mit der künftigen Epoche heilloser Bösartigkeit rückblickend als „glücklich und beinahe golden“ beurteilen wird.[36]

Der Neuplatoniker Proklos († 485) deutet den Weltaltermythos Hesiods als didaktischen Kunstgriff, mit dem zeitlose Tatsachen in den Rahmen einer chronologisch aufgebauten Erzählung eingeordnet werden. Proklos meint, Hesiod wolle mit der Schilderung eines goldenen Geschlechts, das ein Leben wie die Götter führt, auf das Göttliche im Menschen hinweisen.[37]

Im frühen 6. Jahrhundert schildert Boethius in seiner Consolatio philosophiae das Goldene Zeitalter als glückliche Zeit der Genügsamkeit und des Friedens, wobei er dem Vorbild der verbreiteten Darstellungen römischer Dichter folgt. Er äußert den Wunsch einer Rückkehr zu den damaligen Sitten und beklagt die Besitzgier, die dem entgegenstehe.[38]

Zu weiteren Themen siehe auch

Siehe auch

Literatur

  • Rhiannon Evans: Utopia antiqua. Readings of the Golden Age and Decline in Rome. Routledge, London 2008, ISBN 978-0-415-27127-1
  • Bodo Gatz: Weltalter, goldene Zeit und sinnverwandte Vorstellungen. Olms, Hildesheim 1967 (Spudasmata 16; zugleich Dissertation Tübingen 1964)
  • Klaus Kubusch: Aurea Saecula: Mythos und Geschichte. Untersuchung eines Motivs in der antiken Literatur bis Ovid. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1986, ISBN 3-8204-9802-8 (Studien zur klassischen Philologie 28; zugleich Dissertation Marburg 1986)
  • Hans-Joachim Mähl: Die Idee des goldenen Zeitalters im Werk des Novalis. Studien zur Wesensbestimmung der frühromantischen Utopie und zu ihren ideengeschichtlichen Voraussetzungen. 2. Auflage, Niemeyer, Tübingen 1994, ISBN 3-484-10212-8 (enthält eine allgemeine Darstellung der Geschichte der Idee des Goldenen Zeitalters seit der Antike)
  • Hans Schwabl: Weltalter. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Supplementband 15, Druckenmüller, München 1978, Sp. 783–850
  • Walter Veit: Studien zur Geschichte des Topos der Goldenen Zeit von der Antike bis zum 18. Jahrhundert. Dissertation Köln 1961
  • Joachim Stiller: Die vier Yugas PDF

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. Hesiod, Werke und Tage 109–126; vgl. 90–92.
  2. Hesiod, Werke und Tage 127–200.
  3. Bodo Gatz: Weltalter, goldene Zeit und sinnverwandte Vorstellungen, Hildesheim 1967, S. 52f.
  4. Otto Kern (Hrsg.): Orphicorum fragmenta, Berlin 1922, S. 186f. (Nr. 139–141). Vgl. Bodo Gatz: Weltalter, goldene Zeit und sinnverwandte Vorstellungen, Hildesheim 1967, S. 52f.
  5. Platon, Nomoi 782c–d.
  6. Für Einzelheiten siehe Denis O’Brien: Empedocles: A Synopsis. In: Georg Rechenauer (Hrsg.): Frühgriechisches Denken, Göttingen 2005, S. 316–342, hier: 323–342.
  7. Empedokles, Fragment 128, Text und Übersetzung bei Geoffrey S. Kirk, John E. Raven, Malcolm Schofield (Hrsg.): Die vorsokratischen Philosophen, Stuttgart 2001, S. 349f.
  8. Platon, Politikos 269a–274e; Nomoi 713a–e.
  9. Zum Motiv des Tierfriedens siehe Bodo Gatz: Weltalter, goldene Zeit und sinnverwandte Vorstellungen, Hildesheim 1967, S. 171–174.
  10. Siehe dazu Klaus Kubusch: Aurea Saecula, Frankfurt am Main 1986, S. 31–34.
  11. Platon, Kratylos 397e–398b; Politeia 468e–469a und 546d–547b.
  12. Platon, Politeia 415a–c und 546d–547c.
  13. Aristoteles, Athenaion politeia 16,7.
  14. Franz Lämmli: Homo faber: Triumph, Schuld, Verhängnis?, Basel 1968, S. 45f., 115; Klaus Kubusch: Aurea Saecula, Frankfurt am Main 1986, S. 47–54; Reimar Müller: Die Entdeckung der Kultur, Düsseldorf 2003, S. 271–280.
  15. Siehe dazu Klaus Kubusch: Aurea Saecula, Frankfurt am Main 1986, S. 55–57. Vgl. Franz Lämmli: Homo faber: Triumph, Schuld, Verhängnis?, Basel 1968, S. 34–41 und Bodo Gatz: Weltalter, goldene Zeit und sinnverwandte Vorstellungen, Hildesheim 1967, S. 160.
  16. Arat, Phainomena 100–136.
  17. Germanicus, Arati phaenomena 103–119.
  18. Avienus, Arati phaenomena 292–317.
  19. Marcus Iunianus Iustinus, Epitoma historiarum Philippicarum Pompei Trogi 43,1,3–4; Macrobius, Saturnalia 1,7,26. Siehe dazu Arthur O. Lovejoy, George Boas: Primitivism and Related Ideas in Antiquity, Baltimore 1935, S. 65–70; Siegmar Döpp: Saturnalien und lateinische Literatur. In: Siegmar Döpp (Hrsg.): Karnevaleske Phänomene in antiken und nachantiken Kulturen und Literaturen, Trier 1993, S. 145–177, hier: 147.
  20. Walter Burkert: Kronia-Feste und ihr altorientalischer Hintergrund. In: Siegmar Döpp (Hrsg.): Karnevaleske Phänomene in antiken und nachantiken Kulturen und Literaturen, Trier 1993, S. 11–30, hier: 15.
  21. Vergil, Aeneis 8,314–327.
  22. Vergil, Georgica 2,473f. Vgl. Marianne Wifstrand Schiebe: Das ideale Dasein bei Tibull und die Goldzeitkonzeption Vergils, Uppsala 1981, S. 44–46; Patricia A. Johnston: Vergil’s Agricultural Golden Age, Leiden 1980, S. 51f., 61–65, 69f.
  23. Bernhard Reischl: Reflexe griechischer Kulturentstehungslehren bei augusteischen Dichtern, Augsburg 1976, S. 22–35.
  24. Siehe dazu Patricia A. Johnston: Vergil’s Conception of Saturnus. In: California Studies in Classical Antiquity 10, 1978, S. 57–70.
  25. Tibull, Carmina 1,3,35–52. Siehe dazu Marianne Wifstrand Schiebe: Das ideale Dasein bei Tibull und die Goldzeitkonzeption Vergils, Uppsala 1981, S. 86–91.
  26. Tibull, Carmina 2,3,73: glans aluit veteres, et passim semper amarunt. Der folgende Hinweis auf das Fehlen der Landwirtschaft verdeutlicht, dass vom Goldenen Zeitalter die Rede ist.
  27. Properz, Carmina 2,32,49–56.
  28. Horaz, Epoden 16,41–66.
  29. Ovid, Metamorphosen 1,89.
  30. Ovid, Metamorphosen 1,89–112 und 15,96–103.
  31. Siehe dazu Hans Reynen: Ewiger Frühling und goldene Zeit. In: Gymnasium 72, 1965, S. 415–433.
  32. Ovid, Metamorphosen 1,113–150.
  33. Octavia 385–434. Siehe dazu Anthony James Boyle (Hrsg.): Octavia, Oxford 2008, S. 173–181; Rolando Ferri (Hrsg.): Octavia. A Play attributed to Seneca, Cambridge 2003, S. 232–248.
  34. Oracula Sibyllina 1,65–124 und 1,283–318.
  35. Laktanz, Divinae institutiones 5,5–6. Siehe dazu Vinzenz Buchheit: Juppiter als Gewalttäter. Laktanz (inst. 5, 6, 6) und Cicero. In: Rheinisches Museum für Philologie 125, 1982, S. 338–342; Vinzenz Buchheit: Goldene Zeit und Paradies auf Erden. In: Würzburger Jahrbücher für die Altertumswissenschaft, Neue Folge Bd. 4, 1978, S. 161–185 und Bd. 5, 1979, S. 219–235.
  36. Laktanz, Divinae institutiones 7,15,7.
  37. Siehe dazu Thomas G. Rosenmeyer: Hesiod und die Geschichtsschreibung. In: Ernst Heitsch (Hrsg.): Hesiod, Darmstadt 1966, S. 602–648, hier: 614f.
  38. Boethius, Consolatio philosophiae 2 m. 5. Siehe dazu Joachim Gruber: Kommentar zu Boethius, De consolatione Philosophiae, 2. Auflage, Berlin 2006, S. 205–209.
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