Szientismus

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Szientismus (lat. scientia ‚Wissen‘, ‚Wissenschaft‘), auch Szientizismus oder Scientismus, ist ein von dem französischen Biologen Félix le Dantec (1869–1917) geprägter Begriff, in dem sich seine positive Überzeugung ausspricht, dass alle sinnvollen Fragen sich mit wissenschaftlichen Methoden beantworten lassen.

„Ich glaube an die Zukunft der Wissenschaft: Ich glaube, dass Wissenschaft und Wissenschaft allein alle Fragen lösen wird, die Sinn ergeben; ich glaube, dass sie in die Geheimnisse unseres emotionalen Lebens eindringen wird und dass sie mir sogar den Ursprung und die Struktur der vererbten anti-wissenschaftlichen Mystik erklären wird, die bei mir mit dem absolutesten Szientismus zusammenlebt. Aber ich bin auch überzeugt, dass die Menschen sich viele Fragen stellen, die nichts bedeuten. Bei diesen Fragen wird die Wissenschaft ihre Absurdität aufzeigen, indem sie nicht antwortet, was beweisen wird, dass sie keine Antwort enthalten.“

Félix le Dantec: La Grande Revue (1911)[1]

Heute wird der Szientismus vielfach kritisch als weltanschaulich geprägter, einseitiger Reduktionismus angesehen, wie er sich insbesondere in Form des Physikalismus und Biologismus zeigt.

Einzelnachweise

  1. „Je crois à l'avenir de la Science: je crois que la Science et la Science seule résoudra toutes les questions qui ont un sens; je crois qu'elle pénétrera jusqu'aux arcanes de notre vie sentimentale et qu'elle m'expliquera même l'origine et la structure du mysticisme héréditaire anti-scientifique qui cohabite chez moi avec le scientisme le plus absolu. Mais je suis convaincu aussi que les hommes se posent bien des questions qui ne signifient rien. Ces questions, la Science montrera leur absurdité en n'y répondant pas, ce qui prouvera qu'elles ne comportent pas de réponse.“ (Félix le Dantec: La Grande Revue (1911) Scientisme)