Magnesium

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Emissionsspektrum des Magnesiums im sichtbaren Bereich

Magnesium (von griech. Μαγνησία Magnesia) mit dem chemischen Zeichen Mg ist ein silberglänzendes metallisches chemisches Element aus der Gruppe der Erdalkalimetalle und in Form verschiedener Minerale zu etwa 1,94 % am Aufbau der Erdkruste beteiligt. Da Magnesium sehr reaktiv ist, kommt es nicht gediegen vor. Magnesiumpulver oder auch ein dünnes Magnesiumband verbrennt mit grell weiß strahlender Flamme zu Magnesiumoxid (Magnesia, MgO). In der Frühzeit der Fotographie wurde es daher als Blitzlichtpulver verwendet. Magnesium ist auch das Zentralmetall des grünen Blattfarbstoffs Chlorophyll. Gemeinsam mit dem Fluor ist Magnesium wesentlich an der Zahnbildung und an der Konsolidierung des physischen Leibes bis zum Zahnwechsel um das siebente Lebensjahr beteiligt. Fluor ist dabei der plastizierende Künstler, der die ausstrahlenden Kräfte des Magnesium aufhält und abrundet.

Magnesiumprozess

"Bleiben wir einmal bei einem Stoff, der im menschlichen Organismus eine gewisse Rolle spielt, dem Magnesium. Da können wir eine besonders interessante Sache studieren. Ich habe gerade auf pädagogischem Felde immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie der erste Lebensabschnitt, den wir scharf abgrenzen müssen von allen folgenden, der ist, der bis zum Zahnwechsel geht. Dann ist der nächste Abschnitt derjenige, der bis zur Geschlechtsreife geht. Nun ist die Sache so, daß geradeso, wie Fluor notwendig ist zur Zahnbildung, auch Magnesium zur Zahnbildung notwendig ist. Aber die Zahnbildung findet nicht nur statt im Munde, im Oberkiefer und Unterkiefer, sondern der ganze Organismus ist daran beteiligt, der Magnesiumprozeß spielt sich im ganzen menschlichen Organismus ab. Und das bedeutet für den Menschen das Allerwesentlichste bis zum Zahnwechsel. Nachher, nach dem Zahnwechsel hat das Magnesium nicht mehr jene große Bedeutung, die es vorher hatte, denn die Magnesiumkräfte im Menschen, die verhärten seinen Organismus. Sie schließen seinen Organismus in sich selbst zusammen, und ich möchte sagen, der Schlußpunkt dieses Konsolidierens des menschlichen Organismus, dies In-sich-Gliedern der Kräfte und Stoffe, das findet in dem Zahnwechsel, mit dem Erhalten der zweiten Zähne seinen Abschluß. Bis dahin hat die Verwendung von Magnesium die allergrößte Bedeutung für den menschlichen Organismus.

Nun ist der menschliche Organismus in bezug auf seine zeitliche Entwickelung ein Ganzes. Er muß Magnesium in sich entwickeln, in sich haben. Er hätte nicht die richtigen Konsolidierungskräfte, wenn er nicht diese Magnesiumprozesse in sich hätte. Er kann aber nicht aufhören, die Magnesiumkräfte zu erzeugen. Es geschieht dies nach dem Zahnwechsel ebenso wie vor dem Zahnwechsel. Die müssen im Organismus verarbeitet werden, und so wird nach dem Zahnwechsel das Wesentliche sein, daß das Magnesium überwunden wird, daß es ausgeschieden wird. Es zieht sich besonders in die menschliche Milchabsonderung, es wird besonders mit der Milch abgeschieden. Indem die Milchsekretion zusammenhängt mit der Geschlechtsreife, sehen Sie einen merkwürdigen zusammenhängenden Prozeß, einen periodischen Prozeß. Nehmen Sie das Magnesium: Bis zum Zahnwechsel wird es sozusagen vom menschlichen Organismus konsumiert, nachher vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife wird es abgeschieden und unter den Kräften, die die Milchkräfte bilden, ist durchaus das Magnesium als Abscheidung. Nachher kommt ein Rückschlag bis zum zwanzigsten Jahre. Dann findet die Magnesiumkraft eine Verwendung zur feineren Konsolidierung der Muskeln. Substanzen sind eigentlich nur eine Zusammensetzung von Prozessen, Blei ist ja nur scheinbar diese grobe, grau aussehende Substanz. Es ist Unsinn zu sagen, daß es ein Stück grober Substanz ist, Blei ist jener Prozeß, der innerhalb der Grenzen abläuft, die der Ausbreitung des Bleies gezogen sind; alles ist Prozeß! Nicht wahr, man kann sagen, daß die substantiellen Prozesse nicht nur so sind im Menschen, daß gewisse substantielle Prozesse im Menschen verarbeitet werden können, gewisse andere abgewiesen werden können wie der Bleiprozeß, den wir niemals brauchen können, bei dem wir immer die ausscheidende Kraft haben müssen, sondern es gibt andere, wie den Magnesiumprozeß, der so ist, daß er rhythmisch wechselt, daß wir tatsächlich in rhythmischen Perioden unseres Lebens die konsumierenden Prozesse entwickeln für die Magnesiumkräfte, dann die abscheidenden Prozesse." (Lit.: GA 316, S. 54f)

"... die erste Lebensperiode, die mit dem Zahnwechsel ihren Abschluß findet, ist wirklich das, was ich öfter charakterisiert habe, es ist ein Sich-Beschränken, ein gewissermaßen Sich-Konzentrieren der ganzen menschlichen Organtätigkeit auf das Abscheiden des festen Gerüstes, auf das Einfügen des festen Gerüstes. Den Schlußpunkt erreicht das, indem dieses feste Gerüste nach außen eben die Zähne schickt. Nun liegt es ja auf der Hand, daß dieses Schießen ins Festsein in dem ja noch zum großen Teile flüssigen Menschen, daß dieses Schießen ins Feste zu tun haben müsse mit der ganzen Bildung der menschlichen Gestalt und namentlich insbesondere mit der Bildung der menschlichen Gestalt nach der Peripherie hin. Und da ist es sehr bemerkenswert, daß wir einen innigen Anteil an all dem, was da zustande kommt, zwei Substanzen zuschreiben müssen, die eigentlich sonst viel zuwenig im menschlichen Organismus beachtet werden, das ist das Fluor und das Magnesium. Fluor und Magnesium spielen in ihrer, ich möchte sagen, Verdünnung, in der sie im menschlichen Organismus vorkommen, gerade in diesem kindlichen Prozeß bis zum Zahnwechsel hin eine ganz hervorragende Rolle. Das, was da geschieht an diesem Eingliedern der Verfestigung in den menschlichen Organismus, das ist ein fortwährendes Wechselwirken der Magnesiumkräfte und der Fluorkräfte, wobei die Kräfte des Fluors die Rolle übernehmen, im Menschen wie ein plastischer Künstler zu wirken, abzurunden, das Strahlende aufzuhalten, die Magnesiumkräfte aber strahlend wirken, die Faserbündel und dergleichen organisieren, damit sich dann die Kalksubstanz dahinein organisieren kann. Und Sie behaupten eigentlich nichts Unsinniges, sondern etwas, was gerade ungeheuer zusammentrifft mit dem, was in der Natur vorgeht, wenn Sie sagen: Ein Zahn entsteht einfach dadurch, daß ihn in bezug auf seinen Umfang, seinen Zement und Schmelz der Plastiker Fluor bildet und daß hineingießt dasjenige, was da plastiziert werden soll, das Magnesium. — Daher ist es von so großer Bedeutung, ich möchte sagen, gewissermaßen den Waagebalken richtig zu stellen für das erste Kindesalter zwischen der Zufuhr von Magnesium und der Zufuhr von Fluor, und Sie werden es immer erleben, daß die Zähne früh schadhaft werden müssen, wenn dieser Waagebalken nicht ordentlich gestellt ist. Es ist notwendig, daß man gleich beim ersten Zahn anfängt, die Zahnbildung des Kindes zu beobachten, ob es den Schmelz weniger entwickelt oder ob es einen nach der Kleinheit hingehenden Zahnwuchs hat — wir werden darüber noch ausführlicher zu sprechen haben, aber ich möchte jetzt in Kreisen die Sache näher andeuten —, und daß man dann dafür sorgt, daß durch die entsprechende Diät entweder dem einen oder dem anderen Übel abgeholfen werde durch die Zufuhr von Fluor oder durch die Zufuhr von Magnesium in den entsprechenden Verbindungen. Das läßt uns geradezu in den Bildungsprozeß des Menschen hineinsehen. Wir finden diese Wechselwirkung zwischen Magnesium und Fluor, also zwischen etwas, was stark außermenschlich ist seiner Substanzkonstitution nach in den ersten Lebensjahren, weil in diesen ersten Lebensjahren wirklich der Mensch stark nur ein Glied der Außenwelt ist. Da ist das Fluor von der Außenwelt entnommen, vom Außermenschlichen, das der strahlenden Wirkung des Metalls entgegenstrebt." (Lit.: GA 312, S. 241f)

"Nur eben handelt es sich darum, daß wir ja wirklich heranrücken an die Strahlungsprozesse, die von der Metallität ausgehen. Wenn Sie natürlich da im allopathischen Denken stecken bleiben, so kommen Sie diesen Dingen natürlich nicht nahe. Aber wenn Sie zum Beispiel folgende Erwägungen anstellen: In dem Zahnbildeprozeß liegen die magnesiumstrahlenden Kräfte. Dies sind also Kräfte, die im ganzen menschlichen Organismus eine Bedeutung haben, denn die Zähne werden ja herausgeschoben aus dem ganzen Menschen. Verwenden Sie nun ein Magnesiumsalz, irgendein Magnesiumsalz, namentlich, sagen wir schwefelsaures Magnesium, und verwenden Sie es so, daß Sie absehen von allem Allopathischen dabei, daß Sie eine besonders starke Verdünnung hervorrufen - hier werden wir auf die Notwendigkeit, starker, also ganz überaus starker Verdünnungen geführt -, dann haben Sie ein Zweifaches: Sie haben erstens die Magnesiumwirkung, die aber eigentlich im Grunde genommen aufhört da, wo die Zähne sitzen. Diese Region durchbrechen die Magnesiumkräfte im normalen Menschen nicht. Man muß ihnen also gewissermaßen einen verstärkenden Impuls geben, so daß sie weiter wirken, daß sie den ganzen Menschen durchstrahlen. Und das kann man, wenn man eben das Salz, das schwefelsaure Salz besonders verwendet, denn das befördert eben die Magnesiumstrahlung hinein auch bis in die Kopfkräfte. Von da lassen Sie sie wiederum zurückstrahlen. Und da wird in der Tat dieser Prozeß hervorgerufen, dieser vom Ätherischen ausgehende, bis ins Ätherische hinein eben homöopathisiert bleibende Prozeß, wo man nur noch die Kräfte hat, wo man den Stoff gar nicht hat, wo man von einem ganz anderen Stoff ausgegangen ist." (Lit.: GA 313, S. 152)

Siehe auch

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaft und Medizin, GA 312 (1999), ISBN 3-7274-3120-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie, GA 313 (2001), ISBN 3-7274-3132-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Meditative Betrachtungen und Anleitungen zur Vertiefung der Heikunst, GA 316 (2003), ISBN 3-7274-3160-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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