Nickel

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Emissionsspektrum von Nickel
Mittlere Atomkernbindungsenergie pro Nukleon in Abhängigkeit von der Anzahl der Nukleonen im Atomkern für alle bekannten Nuklide nach AME2016. Das Maximum liegt bei 62Ni.

Nickel mit dem Elementsymbol Ni ist ein silbrig-weißes, zu den Übergangsmetallen zählendes ferromagnetisches Schwermetall und steht in der 8. Nebengruppe des Periodensystems. Sein Name leitet sich vom Kupfernickel (Nickelarsenid NiAs) ab, einem Mineral, das die Bergleute narrte, weil es wie Kupfererz aussieht, aus dem sich aber kein Kupfer gewinnen ließ. Sie dachten daher, dass es von bösen Berggeistern, den Nickeln, verhext sei. An der Erdkruste hat Nickel nur einen geringen Anteil von rund 0,008 %[1]. Man findet es selten in gediegener Form. Gewonnen wird es zumeist aus sulfidischen Erzen. Aus geophysikalischen Untersuchungen von Erdbebenwellen nimmt man aber an, dass der innere Erdkern aus einer Legierung von etwa 80% Eisen und 20% Nickel besteht.

Das Nickelisotop LaTeX: \mathrm{^{62}_{28}Ni} hat die größte Kernbindungsenergie aller natürlich vorkommenden Isotope. Es bildet daher den Endpunkt der exothermen (wärmeabgebenden) Kernfusionsprozesse in den Sternen.[2] Noch höhere Elemente werden nur durch endotherme Kernreaktionen bei Supernovaexplosionen gebildet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Liste der Elemente und ihre Häufigkeit in der Erdkruste bei uniterra.de
  2. LaTeX: \mathrm{^{62}_{28}Ni} ist um 0,04% fester gebunden als LaTeX: \mathrm{^{56}_{26}Fe}, das früher als Maximum der Bindungsenergie angesehen wurde.
    vgl. M. P. Fewell: The atomic nuclide with the highest mean binding energy. In: American Journal of Physics. 63, Nr. 7, 1995, S. 653–658 doi:10.1119/1.17828 pdf