Psychosomatik

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Psychosomatik (von griech. ψυχή psyché für Atem, Hauch und Seele und σῶμα soma für Körper, Leib und Leben) ist eine Richtung der Medizin, die die Auswirkung psychischer (seelischer) Phänomene auf leibliche Prozesse berücksichtigt. Als Leib ist aus anthroposophischer Sicht hier die Verbindung von Ätherleib und physischem Leib anzusehen. Umgekehrt beeinflussen auch somatische (leibliche) Prozesse die psychische Befindlichkeit. In diesem Fall spricht man von Somatopsychologie.

1989 führte Burghard F. Klapp (1945-2016) die integrierte Psychosomatik an der Charité in Berlin ein, die ab 1990 gemeinsam mit Gerhard Danzer (* 1956) bis 2014 zur personalen Medizin weiterentwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches medizinisch-psychosomatisches Konzept, das gleichermaßen die Person des Patienten wie auch des Arztes und ihr wechselseitiges Verhältnis zueinander in den Mittelpunkt stellt. Den theoretischen Hintergrund der praktischen Anwendungen bilden philosophische, anthropologische und tiefenpsychologische Erwägungen und eine Heilkunde auf naturwissenschaftlicher Basis. Darüber hinaus spielt auch die Kulturanalyse und -kritik eine wesentliche Rolle.