Arché

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Die Arché (griech. ἀρχή, „Anfang“, „Prinzip“, „Ursprung“) ist gemäß der antiken Philosophie die Ursubstanz, aus der die ganze Welt gebildet ist. Vor allem die ionischen Philosophen beschäftigten sich mit der Frage nach der Arché: Thales von Milet nahm das Wasser als Arché an, Anaximander das Apeiron („das Unbegrenzte“), Anaximenes die Luft und Heraklit das Feuer.

Manche Gnostiker bezeichnen den höchsten göttlichen Urgrund allen Seins als Arché oder Bythos (griech. βυθός, „Tiefe“).

Nach Cicero ist Arché eine der vier titanischen Musen[1]. Sie und ihre Schwestern Melete (Übung, Praxis, Meditation), Thelxinoe (die Herzerfreuende) und Aoide (der Gesang) sind Töchter von Zeus und der Nymphe Plusia.

Aus anthroposophischer Sicht bildet der sogenannte alte Saturn den Uranfang unserer ganzen planetarischen Entwicklungsreihe, deren vierte Stufe unsere heutige Erde ist. Der alte Saturn war eine reine dunkle Wärmewelt. Es gab anfangs noch kein Licht, keine Luft oder sonstige Gase, keine Flüssigkeit und nichts Festes. Während des größten Teils seiner Entwicklung gab es noch nichteinmal einen eigentlichen Raum. Mit ihm erst begann die Zeit zu laufen. Auf dem alten Saturn wurde die allererste Anlage des physischen Leibes des Menschen in Gestalt eines dynamisch - d. h. zeitlich - geordneten Wärmegebildes geschaffen. Die uns vorangegangenen Urengel, die Archai, machten hier ihre „Menschheitsstufe“ durch, indem sie sich ihr individuelles Ich erwarben, das aber ganz anders geartet war als unser heutiges menschliches Ich. Rudolf Steiner hat diese Vorgänge sehr ausführlich in seiner «Geheimwissenschaft im Umriß» (GA 13) und aus einer ganz anderen Perspektive in seinen Vorträgen über die «Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen» (GA 132) geschildert.

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.

Einzelnachweise

  1. Cicero De natura deorum 3,21