Arché

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Die Arché (griech. ἀρχή, „Anfang“, „Prinzip“, „Ursprung“) ist gemäß der antiken Philosophie die Ursubstanz, aus der die ganze Welt gebildet ist. Vor allem die ionischen Philosophen beschäftigten sich mit der Frage nach der Arché: Thales von Milet nahm das Wasser als Arché an, Anaximander das Apeiron („das Unbegrenzte“), Anaximenes die Luft und Heraklit das Feuer.

Manche Gnostiker bezeichnen den höchsten göttlichen Urgrund allen Seins als Arché oder Bythos (griech. βυθός, „Tiefe“).

Nach Cicero ist Arché eine der vier titanischen Musen[1]. Sie und ihre Schwestern Melete (Übung, Praxis, Meditation), Thelxinoe (die Herzerfreuende) und Aoide (der Gesang) sind Töchter von Zeus und der Nymphe Plusia.

Einzelnachweise

  1. Cicero De natura deorum 3,21