Weltentwicklungsstufen

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Die ersten 4 planetarischen Weltentwicklungsstufen: Alter Saturn - Alte Sonne - Alter Mond - Erde; Wandtafelzeichnung aus GA 354, S 17

Als die sieben planetarischen Weltentwicklungsstufen werden in der Anthroposophie die 7 großen Stufen der kosmischen und planetarischen Evolutionskette bezeichnet. Jede kosmisch-planetarische Entwicklung umfasst ein Weltzeitalter (skrt. कल्प Kalpa) und verläuft nach drei grundlegenden Prinzipien, nach denen sich stufenweise die aus aus dem schöpferischen geistigen Quell entspringende Schöpfung bis zur äußeren materiellen Erscheinung verdichtet - und danach schrittweise wieder vergeistigt. Diese drei Prinzipien sind: Bewusstsein, Leben und Form (Sein), in der christlichen Esoterik (Lit.: GA 93a, S. 197) in dieser Abfolge bezeichnet als Macht (Kraft), Reich (Weisheit) und Herrlichkeit (Gloria) - entsprechend den Schlussworten des Vaterunser: "Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen." (Mt 6,13 LUT).

Welten-Metamorphosen - Wiederverkörperungen im planetarischen Maßstab

Die sieben planetarischen Entwicklungsstufen entsprechen sieben aufeinanderfolgenden planetarischen Verkörperungen - das Prinzip der Reinkarnation ist universell und gilt nicht nur für Einzelwesen, sondern auch für ganze Welten. Drei planetarische Verkörperungen liegen bereits in der Vergangenheit. Rudolf Steiner bezeichnet diese alten Planeten als alter Saturn, alte Sonne und alter Mond. Dann folgt unsere gegenwärtige Erde als vierte Stufe. Drei weitere Verkörperungen werden in der Zukunft noch folgen, ein neuer Jupiter, eine neue Venus und der sogenannte Vulkanzustand.

Zwischen den planetarischen Verkörperungen, den sogenannten Manvantaras, liegen rein geistige Zustände, die Pralayas genannt werden. Die Namen dieser okkulten Planeten sind aus bestimmten inneren Gründen an unsere heutigen Planeten angelehnt, dürfen aber nicht mit diesen verwechselt werden. Angestoßen wurde die ganze Entwicklung dadurch, dass die Throne, die Geister des Willens, einen Teil ihrer Willenssubstanz hinopferten und dadurch die Wärmesubstanz hervorbrachten, aus der sich der alte Saturn aufbaute. Erst auf der alten Sonne kam das Luftelement dazu, auf dem alten Mond das Wasserelement und erst auf unserer Erde das feste kristalline Erdelement.

Die 7 planetarischen Verkörperungen sind also in der Reihenfolge ihrer Entstehung:

alter Saturn - alte Sonne - alter Mond - Erde - neuer Jupiter - neue Venus - Vulkan

Diese Anordnung der okkulten Planeten enspricht der chaldäischen Reihe, aus der sich auch die Folge unserer Wochentage ableitet.

"Geradeso wie der Mensch Verkörperung nach Verkörperung durchmacht, Metamorphose nach Metamorphose, so machen alle Wesen der Welt Verkörperungen und Wiederverkörperungen durch, vom kleinsten bis zum größten, und auch ein solches Wesen, wie unsere Erde selber ist, also ein planetarisches Wesen, macht Wiederverkörperungen durch. Unsere Erde war nicht etwa schon als Erde entstanden, sondern ihr ging voran ein anderer Zustand. Darüber ist ja gerade in unseren Kreisen immer besonders viel gesprochen worden, daß ebenso wie der Mensch in diesem Dasein die Wiederverkörperung eines vorhergehenden Lebens ist, auch die Erde eine Wiederverkörperung eines alten Planeten darstellt, der ihr vorangegangen ist. Wir bezeichnen als diesen vorangegangenen Planeten den Mond und meinen damit nicht den heutigen Mond, der nur ein Stück, ein Rest ist vom alten Mond, sondern einen vorhergehenden Zustand unserer Erde, der einmal da war und ebenso durch ein geistiges Leben hindurchgegangen ist, das man gewöhnlich Pralaya nennt, wie der Mensch nach dem Tode durch einen geistigen Zustand durchgeht. Dieser Mondplanet ist wiedergeboren worden, wie der Mensch wiedergeboren wird. Was wir aber so als den planetarischen Zustand des Mondes bezeichnet haben, das ist wiederum nur die Verkörperung eines vorhergehenden planetarischen Zustandes, den wir als Sonne bezeichnen. Diese, also nicht die heutige Sonne, sondern ein ganz anderes Wesen, diese Sonne ist die Wiederverkörperung des letzten Planeten, auf den wir zunächst zurückzuschauen haben, wenn wir von den Verkörperungen unserer Erde sprechen, des uralten Saturn. So haben wir also vier aufeinanderfolgende Verkörperungen: den Saturn, die Sonne, den Mond, die Erde." (Lit.: GA 110, S. 48)

"Wir wollen die Entwickelung unseres Sonnensystems einmal kurz zeichnen. Wir wissen, es ist ausgegangen von dem alten Saturn, dann hat sich dieser alte Saturn umgewandelt zur alten Sonne, diese wandelt sich um zum alten Mond. In der Zeit, in welcher die alte Sonne Mond wird, tritt eine besondere Entwickelung ein. Dieser Mond geht aus der Sonne zum erstenmal heraus, und wir haben in dem alten Mond zuerst einen Weltenkörper, der außerhalb der Sonne ist. Dadurch kann die Sonne sich höher entwickeln, daß sie das Gröbste aus sich herausgesetzt hat. Nun entwickelt sich das ganze System zum System unserer heutigen Erde. Unsere Erde kommt dadurch zustande, daß sich wiederum außer allem übrigen Mond und Erde als die gröberen Substanzen und die Träger der gröberen Wesenheiten von der Sonne heraussondern. Aber die Entwickelung geht weiter. Die Wesenheiten, die jetzt auf der Erde abgesondert wohnen müssen, die aus der Sonne sozusagen herausgeworfen sind, diese Wesenheiten entwickeln sich in ihrer Sonnenabgesondertheit immer höher und höher. Sie müssen noch einen Zustand durchmachen, den Jupiterzustand. Aber dadurch reifen sie allmählich heran, sich wiederum mit der Sonne zu vereinigen. Und wenn der Zustand der Venusentwickelung gekommen sein wird, dann werden alle die Wesen, die heute auf unserer Erde wogen und leben, sozusagen wiederum aufgenommen worden sein in die Sonne, und die Sonne wird selbst eine höhere Stufe der Entwickelung erreicht haben, eben dadurch, daß sie alle ihre Wesenheiten, die sie aus sich herausgesetzt hat, wieder zurückerlöst hat. Und dann kommt die Vulkanentwikkelung, die höchste Stufe der Entwickelung unseres Systems. Denn das sind die sieben Entwickelungsstufen unseres Systems: Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan. In der Vulkanentwikkelung sind alle die Wesenheiten, die sozusagen aus kleinen Anfängen des Saturndaseins hervorgegangen sind, im höchsten Sinne vergeistigt, sie sind zusammen nicht nur Sonne, sondern Über-Sonne geworden. Der Vulkan ist mehr als Sonne und damit hat er erlangt die Reife zum Opfer, die Reife dazu, sich aufzulösen.

Das ist die nächste Stufe der Entwickelung, daß ein solches System, in welchem von einem Ausgangspunkte aus eine Sonne entsteht, diese Sonne sozusagen zuerst schwach ist und ihre Planeten hinauswerfen muß, damit sie sich selbst weiterentwickeln kann. Sie wird stark, nimmt ihre Planeten wieder auf, wird zum Vulkan. Und nun löst sich das Ganze auf, und es wird aus der Vulkankugel nachher eine Hohlkugel, es wird dann eben etwas Ähnliches, wie es dieser Reigen der Throne, Cherubim und Seraphim ist. Es wird also die Sonne sich auflösen, ins Universum hinaus sich hinopfern, ausstrahlen ihre Wesenheit. Und dadurch wird sie selbst ein Reigen von solchen Wesenheiten, wie die Seraphim, Cherubim und Throne es sind, der nun zum neuen Schaffen im Weltall fortschreitet.

Warum können die Throne aus ihrer Substanz heraus dasjenige abgeben, was der Saturn braucht? Weil die Throne sich vorbereitet haben in einem früheren System durch solche sieben Zustände hindurch, wie unser Sonnensystem es jetzt durchmacht. Bevor etwas ein System wird von Thronen, Cherubim, Seraphim, muß es ein Sonnensystem gewesen sein; das heißt, wenn eine Sonne so weit ist, daß sie sich mit ihren Planeten wieder vereinigt hat, dann wird sie Umkreis, dann wird sie selber ein Tierkreis." (Lit.: GA 110, S. 78ff)

Bewusstsein - Leben - Form

Im Zuge der Entwicklung unseres Planetensystems werden sieben Bewusstseinszustände durchgemacht, die sich in sieben Lebenszustände untergliedern, von denen jeder wieder sieben Formzustände durchläuft. Die Bewusstseinszustände werden auch als Planeten oder Planetenzustände bezeichnet, weil jeder Bewusstseinszustand in einem ganz spezifisch gestalteten, sich in der räumlichen Welt offenbarenden planetarischen Dasein erworben wird. Diese räumliche Erscheinung des planetarischen Zustandes wird in Anlehnung an die orientalische Terminologie als Manvantara bezeichnet. Nachdem der entsprechende Bewusstseinszustand erreicht ist, löst sich das planetarische Dasein wieder auf, verschwindet aus der räumlichen Welt und geht für eine gewisse Zeit in einen rein geistigen Zustand über, der, wieder in Anlehnung an die orientalische Terminologie, auch als Pralaya bezeichnet wird.

Die Trinität leitet die gesamte Entwicklung, und zwar so, dass der erste Logos oder Vatergott den Übergang von einem Planetenzustand zum nächsten bewirkt, der zweite Logos, der Sohn, den Übergang von einem Lebenszustand zum nächsten, und der Heilige Geist, der dritte Logos, von einem Formzustand zum folgenden hinüberführt. (Lit.: GA 094, S. 97)

Jedes sich entwickelnde Wesen durchläuft diese Stadien viele Male während seiner Evolution und zeigt die Spuren dieses sich rhythmisch wiederholenden Prozesses in seinem Wesen. Als Folge dieser Entwicklung gliedert sich etwa das Menschenwesen in Leib, Seele und Geist.

7 Bewusstseinszustände (Planeten):

Schematische Darstellung der Weltentwicklungsstufen (GA 93a, S 264).
  1. Trancebewusstsein, Allbewusstsein (Alter Saturn)
  2. Tiefschlafbewusstsein, traumloses Bewusstsein (Alte Sonne)
  3. Bilderbewusstsein, Traumbewusstsein (Alter Mond)
  4. Wachbewusstsein, Gegenstandsbewusstsein (Erde = Mars + Merkur)
  5. Psychisches Bewusstsein, bewusstes Bilderbewusstsein (Neuer Jupiter)
  6. Überpsychisches Bewusstsein, bewusstes Schlafbewusstsein (Neue Venus)
  7. Spirituelles Bewusstsein, bewusstes Allbewusstsein (Vulkan)

Nach jeder planetaren Entwicklungsstufe tritt ein Ruhezustand (Pralaya) ein, bei dem sich die gesamte äußere Schöpfung in ein rein geistiges Dasein zurückzieht (siehe -> Planetarische Weltentwicklungsstufen). Danach beginnt allmählich ein neuer offenbarer Zustand (Manvantara).

Siehe auch: Okkulte Planeten

Jeder Bewusstseinszustand gliedert sich weiter in:

7 Lebenszustände (Runden, Reiche, Elementarreiche):

  1. Erstes Elementarreich
  2. Zweites Elementarreich
  3. Drittes Elementarreich
  4. Mineralreich
  5. Pflanzenreich
  6. Tierreich
  7. Menschenreich

Nach jeder Lebensstufe tritt ein kleines Pralaya ein. Jeder Lebenszustand untergliedert sich weiter in:

7 Formzustände (Globen):

  1. Arupa
  2. Rupa
  3. Astral
  4. Physisch
  5. Plastisch
  6. Intellektuell
  7. Archetypisch

Jeder Formzustand durchläuft nochmals 7 x 7 Entwicklungszustände, nämlich:

7 Wurzelrassen (Hauptrassen*, Zeitalter, Epochen)

Die Erde befindet sich derzeit im physischen Formzustand des mineralischen Lebenszustandes. Dieser Formzustand gliedert sich in folgende Zeitalter:

  1. Polarische Epoche
  2. Hyperboräische Epoche
  3. Lemurische Epoche
  4. Atlantische Epoche
  5. Nachatlantische Epoche (in dieser befinden wir uns gegenwärtig)
  6. Sechste Wurzelrasse
  7. Siebente Wurzelrasse

Jede dieser Epochen oder Wurzelrassen durchläuft wiederum 7 kleinere Epochen, die jeweils etwa solange dauern, als die Sonne im Zuge des großen Platonischen Weltenjahres braucht, um in rückläufiger Bewegung ein Tierkreiszeichen zu durchlaufen, also ca. 2160 Jahre.

Unser gegenwärtiges 5. Nachatlantisches Zeitalter gliedert sich weiter in:

7 Kulturepochen (Kulturen, Unterrassen(Anm.: 1)):

  1. Urindische Kultur (7227 - 5067 v. Chr.)
  2. Urpersische Kultur (5067 - 2907 v. Chr.)
  3. Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 - 747 v. Chr.)
  4. Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. - 1413 n. Chr.)
  5. Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 - 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche)
  6. Slawische Kulturepoche (3573 - 5733 n. Chr.)
  7. Amerikanische Kulturepoche (5733 - 7893 n. Chr.)

Insgesamt durchläuft unser Planetensystem also 7*7*7*7*7 = 16807 Entwicklungsphasen.

Man würde fehlgehen, wollte man dieses Schema so auffassen, dass damit nur eine chronologische Abfolge kosmischer Entwicklungsstadien angedeutet wird. Um an die damit verbundene konkrete geistige Wirklichkeit heranzukommen, muss man sich bewusst sein, dass mit diesem Evolutionsprozess eine Fülle geistiger Wesenheiten verbunden sind, die in ihm schaffend tätig sind. Wirklich aus geistiger Sicht sind überhaupt nur geistige Wesenheiten und ihre Taten - alles andere sind Abstraktionen. So mussten beispielsweise bestimmte geistige Wesenheiten, die Rudolf Steiner verschiedentlich sehr genau beschrieben hat (Lit.: GA 11, GA 13), auf dem alten Saturn tätig sein, damit der Mensch das Trancebewusstsein entfalten konnte. Die Tätigkeit dieser Wesen hat sich aber damit keinesfalls erschöpft, sie wirken auch in späteren Zeiten, auch heute noch, in modifizierter Weise mit, die Entwicklung voranzutreiben. Und sie arbeiten daran, das Trancebewusstsein weiterzuentwickeln und dem gegenwärtigen Entwicklungsstand anzupassen. Man hat es hier also nicht mit etwas zu tun, was bloss einer fernen Vergangenheit angehörte und heute unbedeutend geworden wäre. Heute steht zwar für uns die Entwicklung des Ich-Bewusstseins im Mittelpunkt. Aber für unseren physischen Leib ist zugleich auch heute noch das Trancebewusstsein von überragender Bedeutung. Er könnte ohne dieses nicht existieren - und damit würde uns die notwendige physische Basis für unser gegenwärtiges Ich-Bewusstsein fehlen. Dieses hängt nämlich gerade besonders eng mit dem physischen Leib zusammen!

Man sieht, dass alte Entwicklungsstadien in abgewandelter Form stets neben den neuen bestehen bleiben müssen. Und umgekehrt werfen künftige Stadien, vermittelt durch die schaffenden Wesenheiten, die mit ihnen verbunden sind, bereits jetzt ihr Licht voraus. Man muss also stets alle Stufen, die im obigen Schema aufgereiht sind, nicht nur in ihrem zeitlichen Nacheinander betrachten, sondern auch in ihrem gleichzeitigen Nebeneinander.

Weltentwicklungsstufen und platonische Tugenden

"Wenn wir den Menschen so betrachten, wie er heute auf der Erde lebt, so steckt ja, man könnte sagen, samenhaft in ihm schon das, was während der Jupiter-, während der Venus-, während der Vulkanperiode sich entwickeln wird. Aber ebenso ist der Mensch ein Ergebnis der Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erdensphäre. Ich sagte gestern: Das Weisheitliche, das Wahrheitsmäßige ist schon auf der Sonne veranlagt und wird auf dem Jupiter abgeschlossen sein. Wollen wir uns das auch einmal graphisch darstellen.

Zeichnung aus GA 170, S 88

Für die Keimanlage auf der Sonne wird auf dem Jupiter ein gewisser Abschluß erreicht sein; so daß wir also sagen können: Von der Sonne zum Jupiter ist die eigentliche Entwickelung der Wahrheit; sie wird auf dem Jupiter ganz innerlich geworden sein; dann wird sie eben ganz Weisheit sein: Wahrheit wird Weisheit!

Auf dem Mond beginnt dann dasjenige, was die ästhetische Sphäre enthält. Das wird abgeschlossen sein auf derVenus.Wir können das etwa so zeichnen: Mond, abgeschlossen Venus; wir haben also hier die Entwickelung der Schönheit. Sie sehen, das greift über.

Eigentlich ruht das alles in unseren Untergründen, im Unterbewußten, was in diesen zwei Strömungen, und auch noch in der dritten enthalten ist; denn während der Erdenentwickelung beginnt nun das, was wir nennen können die Moralitätssphäre. Sie erreicht ihren Abschluß auf dem Vulkan. Wir haben also eine dritte Strömung, wiederum übergreifend: die Strömung der Moralität. Dazu haben wir noch eine vierte Strömung, die abgeschlossen sein wird, wenn einmal die Erde am Ziel ihrer Entwicklung angelangt sein wird. Mit der Erde beginnt die Moralität. Aber sie schließt eine höhere Ordnung wiederum ab, eine Ordnung, die schon begonnen hat am Saturn; so daß wir nun eine Ordnung, eine Strömung haben vom Saturn zur Erde, und diese wird nun genannt: Gerechtigkeit, in dem Sinne, wie ich früher das Wort erklärt habe. Sie wissen, daß auf dem Saturn die Sinne zuerst veranlagt wurden. Diese Sinne würden den Menschen nach allen Richtungen zerstreuen. Sie wissen, zwölf Sinne unterscheiden wir - der Sinn würde, indem er sich entwickelt durch Sonne, Mond und Erde, den Menschen zur Orientierung, zur Gerechtigkeit tragen, wo auch die moralische Gerechtigkeit dann, wenn sie von der Moralnatur der Erde erfaßt wird, erst eingeschlossen wird; moralische Gerechtigkeit ist erst auf der Erde vorhanden. Was da innerlich wirkt dem Peripherischen der Sinne gegenüber als Zentralisches, das ist die Sphäre oder Strömung der Gerechtigkeit." (Lit.: GA 170, S. 88f)

Anmerkungen

  1. Rudolf Steiner hat wiederholt darauf hingewiesen, dass der Begriff «Rasse» in der nachatlantischen Zeit eigentlich nicht mehr berechtigt ist, da nun nicht mehr die körperliche, sondern die seelisch-geistige Entwicklung in den Vordergrund rückt. Die Gliederung der Menschheit in Rassen wird allmählich völlig überwunden werden. Die Begriffe «Wurzelrasse» und «Unterrasse» entstammen noch der damals gebräuchlichen Terminologie der Theosophischen Gesellschaft und wurden später von Rudolf Steiner kaum mehr verwendet:

"Die Menschheit mischt sich, um sich von geistigen Gesichtspunkten aus zu gruppieren. Es war eine Ungezogenheit, in der Theosophie von den Rassen so zu sprechen, als ob sie immer bleiben würden. Der Begriff der Rasse verliert schon für die nächste Zukunft, womit allerdings Tausende von Jahren gemeint sind, seinen Sinn. Das ewige Reden, daß immer in der Welt sich sieben und sieben Rassen entwickelt hätten, das ist die spekulative Ausdehnung eines Begriffes, der nur für unser Zeitalter nach rückwärts und vorwärts gilt; von der Sehergabe, vom Okkultismus ist das nie gesagt worden. Wie alles entsteht, so sind auch die Rassen entstanden, und wie alles wieder vergeht, werden auch die Rassen wieder vergehen, und jene, die immer nur von Rassen gesprochen haben, die werden sich daran gewöhnen müssen, ihre Begriffe flüssig zu machen. Das ist nur eine Bequemlichkeit! Wenn man ein wenig nur in die Zukunft blickt, gelten schon die Begriffe nicht mehr, die man in der Vergangenheit und Gegenwart angewendet hat." (Lit.: GA 99, S. 144)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Aus der Akasha-Chronik, GA 11 (1904-1908), Kapitel Das Leben des Saturn
  2. Rudolf Steiner: Die Geheimwissenschaft im Umriß, GA 13 (1909), Kapitel Die Weltentwicklung und der Mensch
  3. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1976), S 197, XXV, Berlin, 27. Oktober 1905
  4. Rudolf Steiner: Kosmogonie, GA 94 (1979), Paris, 10. Juni 1906
  5. Rudolf Steiner: Die Theosophie des Rosenkreuzers, GA 99, Dreizehnter Vortrag, München, 5. Juni 1907
  6. Rudolf Steiner: Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt, GA 110 (1991), ISBN 3-7274-1100-7 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  7. Rudolf Steiner: Das Rätsel des Menschen. Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte, GA 170 (1992), ISBN 3-7274-1700-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  8. Rudolf Steiner: Die Schöpfung der Welt und des Menschen. Erdenleben und Sternenwirken, GA 354 (2000), ISBN 3-7274-3540-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Weblinks

  1. Adobepdf small.gif GA 13: Die Geheimwissenschaft im Umriss (1910) - Der gesamte Text als PDF-Dokument.
  2. Adobepdf small.gif GA 11: Aus der Akasha-Chronik (1904/05) - Der gesamte Text als PDF-Dokument.