Verschwörungstheorie

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Es gibt nicht die eine Verschwörungstheorie, sondern ein ganzes Sammelsurium davon, mal besser, mal schlechter belegt. Zuweilen reicht es aus, jemanden in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, um ihn in der öffentlichen Debatte unmöglich zu machen. (So geschehen etwa bei Daniele Ganser, auf Wikipedia).

Auch Rudolf Steiner wird, etwa hinsichtlich der Kriegsschulddebatte (1. Weltkrieg) oder auch im Zusammenhang mit der postulierten Existenz von Heuschreckenmenschen, zuweilen als Verschwörungstheoretiker gebrandtmarkt.

"Nach unserem Dafürhalten ist die <<Verschwörungstheorie>> keine Fiktion und erst recht kein Produkt eines Verfolgungswahns. Sie ist aus der Wirklichkeit geschöpft." (G. A. Bondarew, Die Welt und Menschheit auf der Kreuzung der okkult-politischen Bewegungen der Gegenwart, BoD, 2017, S. 33)

Natürlich gibt es auch Verschwörungstheorien, die vollkommen unglaubhaft sind, etwa, weil sie den Gesetzen der Logik nicht entsprechen. Doch die meisten Verschwörungstheorien, die heute ernsthaft diskutiert werden, haben einen wahren Kern.

Siehe auch

Literatur

  • Andreas Anton, Michael Schetsche, Michael K. Walter (Hrsg.): Konspiration. Soziologie des Verschwörungsdenkens. Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-19323-6.
  • Michael Barkun: A Culture of Conspiracy: Apocalyptic Visions in Contemporary America. University of California Press, Berkeley 2006, ISBN 978-0-520-24812-0.
  • Karl Hepfer: Verschwörungstheorien. Eine philosophische Kritik der Unvernunft. transcript, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8376-3102-9.
  • Richard Hofstadter: The Paranoid Style in American Politics and Other Essays. London 1966. (Nachdruck: Chicago 1990, ISBN 0-226-34817-2, online)
  • Daniel Pipes: Conspiracy. How the Paranoid Style Flourishes and Where It Comes From. Free Press, New York 1997 (dt.: Verschwörung. Faszination und Macht des Geheimen. Gerling, München 1998, ISBN 3-932425-08-1.)
  • Marius Raab, Claus-Christian Carbon, Claudia Muth: Am Anfang war die Verschwörungstheorie, Springer Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3662538821
  • Helmut Reinalter (Hrsg.): Verschwörungstheorien. Theorie – Geschichte – Wirkung. Studienverlag, Innsbruck 2002, ISBN 3-7065-1510-5.
  • Helmut Reinalter: Die Weltverschwörer: Was Sie eigentlich alles nie erfahren sollten. Ecowin Verlag, Salzburg 2010, ISBN 3-902404-85-X.
  • Johannes Rogalla von Bieberstein: Die These von der Verschwörung 1776–1945. Philosophen, Freimaurer, Juden, Liberale und Sozialisten als Verschwörer gegen die Sozialordnung 1776–1945. Bern 1976, Flensburg 1992, ISBN 3-926841-36-2 (Neuauflage unter dem Titel: Der Mythos von der Verschwörung. Marix, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-86539-162-9.)
  • J.M. Roberts: The Mythology of the Secret Societies. Secker & Warburg, London, New York 1972, ISBN 0-684-12904-3.
  • Juliane Wetzel: Verschwörungstheorien. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Band 3: Begriffe, Ideologien, Theorien. De Gruyter Saur, Berlin 2008, S. 334–337 ISBN 978-3-598-24074-4 (abgerufen über De Gruyter Online)
  • Robert Anton Wilson, Mathias Bröckers: Lexikon der Verschwörungstheorien. Verschwörungen, Intrigen, Geheimbünde. Westend, Frankfurt a. M., 2016.
  • Wolfgang Wippermann: Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute. Bebra, Berlin 2007, ISBN 3-89809-073-6.

Weblinks

 Wiktionary: Verschwörungstheorie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Verschwörungstheorie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.